Veröffentlicht am 10.12.2025 17:33

„Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen“

picture
picture

Gotthold Schwarz - letzter Auftritt als Thomaskantor in der Thomaner-Motette

Bachs Weihnachts-Oratorium (Teil 1-3) erklingt am Freitag, dem 19. Dezember 2025, um 19.00 Uhr, in der Schlosskirche zu Bayreuth. Es wird vom Bach Consort Leipzig, den Solisten Anja Pöche (Sopran), David Erler (Altus), Christian Pohlers (Tenor), Emanuel Jessel (Bass) sowie dem Sächsischen Barockorchester unter der Leitung des ehemaligen Thomaskantors Gotthold Schwarz aufgeführt.

Seit den 1950er Jahren erfreut sich das melodisch eingängige Werk zunehmender Beliebtheit. Es ist aus der Advents- und Weihnachtszeit nicht mehr wegzudenken. Bei der Komposition hat Bach in erheblichem Maße weltliche Gelegenheitskantaten wiederverwendet. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Huldigungsmusiken für das kursächsisch-polnische Herrscherhaus aus den Jahren 1733/34. Bei der Überarbeitung der einzelnen Sätze ging Bach mit besonderer Sorgfalt und Umsicht vor, sodass sein weihnachtliches Werk gegenüber den weltlichen Vorlagen sogar noch eine weitere Vervollkommnung erfahren hat. Einige der neu textierten Sätze wurden substanziell bereichert, teilweise opulenter instrumentiert. Bach hat die einzelnen Teile seines Oratoriums in charakteristischer Weise instrumentiert. Dadurch wird dem Hörer die jeweilige Szene schon vom orchestralen Klangbild her illustriert. Besonders plastisch gelingt dies Bach in der Hirtenmusik des zweiten Teils, wo Engel (Streicher und Querflöten) und Hirten (Oboen) wechselchörig miteinander musizieren. Trompeten und Pauken als die königlichen Instrumente des 17. und 18. Jahrhunderts symbolisieren die Allmacht des neu geborenen Gottessohnes und Erlösers der Welt.

Die Weihnachtsbotschaft des Werkes „Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen“ ist für uns aktueller denn je!


Von Onlineredaktion
LV
north