Veröffentlicht am 02.10.2026 09:49

Bus und Bahn werden teurer: Ab 2027 müssen Fahrgäste tiefer in die Tasche greifen

Foto: red
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Der Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) erhöht zum 1. Januar 2027 seine Ticketpreise um durchschnittlich 5,86 Prozent. Grundlage für die jährliche Anpassung ist ein Mobilitätsindex. Dieser berücksichtigt zu gleichen Teilen die erwarteten Kostensteigerungen der Verkehrsunternehmen und die Einkommensentwicklung privater Haushalte. Besonders die hohen Personalkosten, steigende Gebühren für die Nutzung von Bahnhöfen und Schienenstrecken sowie höhere Anschaffungs- und Werkstattkosten für Busse und Bahnen treiben die Ausgaben nach oben.

Die Preiserhöhung betrifft nur einen Teil des Ticketangebots. Klassische Fahrkarten wie Einzel-, Mehrfahrten- und Zeitkarten machen inzwischen nur noch rund ein Viertel der Fahrgeldeinnahmen im VGN aus. Auf den Preis des Deutschlandtickets haben der Verkehrsverbund und die Verkehrsunternehmen keinen Einfluss. Unverändert bleibt auch das 365-Euro-Ticket für Auszubildende und Schüler. Dessen Preis legt der Freistaat Bayern fest.

Insgesamt decken die Fahrgeldeinnahmen im VGN nur 29 Prozent der Kosten für das Verkehrsangebot. Gleichzeitig passen Bund und Länder ihre Ausgleichszahlungen für das Deutschlandticket nicht an die steigenden Kosten an. Die dadurch entstehende Finanzierungslücke muss ausgeglichen werden. Über höhere Ticketpreise werden deshalb auch die Fahrgäste an der Finanzierung beteiligt.


Von Jessica Mohr
jm
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