Veröffentlicht am 13.04.2026 10:33

Bankier und Kunstförderer

Karl Gerhard Schmidt bei seinem 90. Geburtstag am 27. Juli vergangenen Jahres beim Open-Air im Festspielpark. Rechts im Bild: Ulrich Jagels, damaliger kaufmännischer Geschäftsführer der Bayreuther Festspiele. (Foto: W. Munzert)
Karl Gerhard Schmidt bei seinem 90. Geburtstag am 27. Juli vergangenen Jahres beim Open-Air im Festspielpark. Rechts im Bild: Ulrich Jagels, damaliger kaufmännischer Geschäftsführer der Bayreuther Festspiele. (Foto: W. Munzert)
Karl Gerhard Schmidt bei seinem 90. Geburtstag am 27. Juli vergangenen Jahres beim Open-Air im Festspielpark. Rechts im Bild: Ulrich Jagels, damaliger kaufmännischer Geschäftsführer der Bayreuther Festspiele. (Foto: W. Munzert)
Karl Gerhard Schmidt bei seinem 90. Geburtstag am 27. Juli vergangenen Jahres beim Open-Air im Festspielpark. Rechts im Bild: Ulrich Jagels, damaliger kaufmännischer Geschäftsführer der Bayreuther Festspiele. (Foto: W. Munzert)
Karl Gerhard Schmidt bei seinem 90. Geburtstag am 27. Juli vergangenen Jahres beim Open-Air im Festspielpark. Rechts im Bild: Ulrich Jagels, damaliger kaufmännischer Geschäftsführer der Bayreuther Festspiele. (Foto: W. Munzert)

NEUDROSSENFELD.Mit Karl Gerhard Schmidt ist eine Persönlichkeit gestorben, die das wirtschaftliche und kulturelle Leben der Region über Jahrzehnte hinweg geprägt hat. Der Bankier und Kunstförderer starb am 1. April im Alter von 90 Jahren.

Geboren in eine traditionsreiche Unternehmerfamilie, übernahm Karl Gerhard Schmidt früh Verantwortung. 39 Jahre lang stand er an der Spitze der Privatbank, die den Namen seiner Familie trug. Unter seiner Leitung entwickelte sich die Bank zu einem wichtigen Finanzpartner für zahlreiche mittelständische Betriebe in der Region. Viele Unternehmer verbanden mit ihr Verlässlichkeit und persönliche Nähe.

Die Geschichte der Bank fand jedoch ein einschneidendes Ende: Nach einer Phase des Wachstums geriet sie 2001 in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Eine Auffanggesellschaft deutscher Banken übernahm das Institut, das schließlich bis 2005 abgewickelt wurde.

Karl Gerhard Schmidt blieb dennoch eine Figur des öffentlichen Lebens. Sein Engagement reichte weit über das Bankwesen hinaus. Eng war er mit den Bayreuther Festspielen verbunden. Als Berater von Wolfgang Wagner und langjähriger Vorsitzender der „Gesellschaft der Freunde von Bayreuth“ setzte er sich nachhaltig für die Förderung der Festspiele ein und wirkte im Hintergrund an ihrer Entwicklung mit.

Privat lebte Karl Gerhard Schmidt mit seiner Frau Susanne Thesing im Neudrossenfelder Schloss. Dort fand er einen Rückzugsort, die ihn über viele Jahre begleitete.

Mit ihm verliert die Region nicht nur einen Unternehmer, sondern auch einen engagierten Mäzen, der Kunst und Kultur mit Überzeugung unterstützt hat.


Von Gabriele Munzert
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