Die Städtepartnerschaft zwischen Bayreuth und Annecy feiert in diesem Jahr ihr 60-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass haben die Stadt Bayreuth und die Deutsch-Französische Gesellschaft (DFG) Bayreuth ein umfangreiches Jubiläumsprogramm zusammengestellt. Ziel ist es, die deutsch-französische Freundschaft fast ein ganzes Jahr lang mit möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern beider Städte zu feiern.
Seit 1960 pflegt die Deutsch-Französische Gesellschaft Kontakte nach Frankreich, vermittelt französische Landeskunde und bringt ein Stück Frankreich nach Oberfranken. Gleichzeitig bietet sie Bayreutherinnen und Bayreuthern mit französischer Nationalität ein Stück Heimat. Im Mittelpunkt stehen französische Kultur, Geschichte und Literatur; Musik und Kino erhalten ebenso eine Plattform. Darüber hinaus vermittelt die DFG Kontakte für Aufenthalte, Praktika, Arbeitsmöglichkeiten und Schüleraustausche und unterstützt aktiv die Partnerschaft zwischen Annecy und Bayreuth. Zum Jubiläum sollte ein Programm entstehen, „wo für jeden etwas dabei ist“, wie die Verantwortlichen betonen.
Die Bayreuther dürfen sich auf ein vielfältiges Angebot freuen: Vorträge, unter anderem von Adrian Roßner oder Claus J. Frankl, musikalische Highlights wie Konzerte und Theateraufführungen, Informationsabende über Frankreich und seine Kultur, Schüleraustauschprogramme, Reisen nach Annecy, kulinarische Veranstaltungen wie Weinproben sowie gemeinsame Wanderungen. Auch beim Bürgerfest ist die DFG wieder vertreten und informiert über ihre Arbeit und Aktivitäten.
„Seit Ende 2024 arbeiten wir intensiv an diesem Thema“, erklärt Gert-Dieter Meier von der Deutsch-Französischen Gesellschaft. „Wir wollten als Gesellschaft möglichst viel auf die Beine stellen, was die Bürger zusammenbringt und dazu einlädt, sich mit der deutsch-französischen Kultur auseinanderzusetzen.“
Peter Schmidt hebt die besondere Entstehungsgeschichte der Städtepartnerschaft hervor: „Unsere Partnerschaft ist etwas Besonderes. Sie entstand aus zwei Männern, die sich unter ganz besonderen Umständen kennengelernt haben.“ Während der Corona-Zeit habe die Verbindung etwas nachgelassen. „2024 war es mir wichtig, diese Freundschaft wiederzubeleben, Ideen zu sammeln und der Partnerschaft neues Leben einzuhauchen – mit dem Ziel, ein würdiges Programm für 2026 aufzustellen.“
Auch Oberbürgermeister Thomas Ebersberger unterstreicht die Bedeutung der Verbindung zu Annecy: „1973 war ich das erste Mal im Schüleraustausch in Annecy. Schon damals war ich fasziniert.“ Ihm sei es besonders wichtig, dass die Partnerschaft gut funktioniere und weiter ausgebaut werde. „Von unserer Seite ist das Interesse da, die Zusammenarbeit zu vertiefen. Auch mit den Schulen läuft es wieder besser. Über das Jubiläum müssen wir die Partnerschaft wieder gut aufstellen – für mich ein Herzensprojekt, das gut funktionieren soll.“
Großes Lob kommt zudem von Stefan Schuh, dem dritten Bürgermeister der Stadt Bayreuth: „Ein großes Kompliment an die Deutsch-Französische Gesellschaft für das, was sie auf die Beine gestellt hat. Es ist ein besonderes Programm mit vielen Highlights, viel Abwechslung und dem Jubiläum absolut angemessen.“ Besonders wichtig sei dabei, Begegnungen zu fördern – „vor allem auch zwischen jungen Menschen“.