Timeout mit Freddy Cabana von den Bayreuth Tigers

Die Bayreuth Tigers kämpfen auch in der Saison 2022/23 der DEL2 um Punkte. Die Bayreuther Sonntagszeitung stellt die Spieler aus dem Tigerkäfig vor. Den Anfang macht Center Frédérik „Freddy“ Cabana. Der Routinier im Team der Tigers geht seit 2021 im Tigerkäfig auf Torjagd. Dass Eishockey für Cabana mal mehr als nur ein Hobby sein könnte, hat sich bereits früh abgezeichnet. Was Freddy Cabana am Eishockeystandort Bayreuth besonders gefällt, ist das Stadion. „Ich mag die Kälte sehr. Bei Matches ist ein offenes Stadion eine ganz andere Atmosphäre als eine geschlossene Halle.“

Allzu viel über Bayreuth wusste Cabana nicht, bevor er im Sommer 2021 anheuerte, wie er zugibt – außer, dass es ein Traditionsstandort mit leidenschaftlichen Fans ist. „Ich habe mich gleich wohlgefühlt, als ich im Vorjahr nach Bayreuth gekommen bin. Es war eine leichte Entscheidung“, blickt Freddy Cabana zurück. Lesen Sie auch, warum die kommende Saison für medi Bayreuth eine „Riesenchance“ ist.

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Freddy Cabana von den Bayreuth Tigers: Stolzer Papa von vier Mädchen

Wenn der Deutsch-Kanadier nicht gerade in Bayreuth weilt, dann hält er sich meistens in der Nähe von Heilbronn auf. Dort hat er von 2009 bis 2010 gespielt. Noch heute hat Freddy Cabana dort seinen Lebensmittelpunkt – und seine Familie. Mit seiner Frau und vier kleinen Töchtern ist die nicht gerade klein. „Die Älteste wird bald zehn und kommt im September ins Gymnasium. Die Zweite ist sieben und kommt dann in die zweite Klasse. Die Zweitjüngste ist vier Jahre alt. Und unsere Kleinste feiert im Oktober ihren ersten Geburtstag“, sagt Cabana stolz. Dass er da auch während der Saison viel pendelt, ist logisch. „Mindestens einmal, eher zweimal in der Woche bin ich bei meinen Mädchen“, berichtet Cabana. Dann hilft er bei den Hausaufgaben und zeigt, wie man Schuhe bindet. „Die ganz normalen Papa-Sachen“, lacht er.

Freddy Cabana lebt gerne auf dem Dorf

Bayreuth hat seiner Familie bei Besuchen allerdings auch gefallen. „Wir waren im Sommer im Freibad baden und am Ochsenkopf auf der Sommerrodelbahn. Das hat den Kindern Spaß gemacht.“ Dass es dennoch in der Regel er ist, der im Auto unterwegs ist, ist für ihn selbstverständlich. Über sich selbst sagt Cabana, dass er kein Stadtmensch sei.




„Ich lebe lieber auf dem Dorf. Bayreuth ist gerade groß genug für mich. Wenn ich mal nicht beim Team und während der Saison von meiner Familie getrennt bin, dann gehe ich gerne in der Eremitage spazieren. Ich wohne dort praktisch gleich um die Ecke.“ Das Bayreuther Bier hat Freddy Cabana in der Zwischenzeit auch kennen und schätzen gelernt. Helles schmeckt ihm besonders gut. „Natürlich in Maßen. Dann geht das auch für den Coach in Ordnung.“ Lesen Sie auch: Dieser Neuzugang der Bayreuth Tigers für die Saison 2022/23 wurde als letzter vorgestellt.

Mit zwei Jahren das erste Mal auf Schlittschuhen

An seine eigene Kindheit erinnert sich Freddy Cabana sehr gerne zurück. Er stammt aus der französischsprachigen Provinz Quebec im Osten Kanadas. Schon relativ früh spielte Eishockey da eine wichtige Rolle. „Mit zwei Jahren war ich das erste Mal auf Schlittschuhen gestanden. Ich habe meinem großen Bruder nachgeeifert. Mit drei habe ich in einer Mannschaft gespielt. Wir haben auf einem zugefrorenen See trainiert oder unser Vater hat selbst im Garten eine kleine Eisfläche gebaut. Die Kälte hat das jedenfalls hergegeben.“ Das letzte Mal in Kanada gewesen ist Freddy Cabana lange vor der Corona-Pandemie: „2017 oder 2018 war das. Von meinen Kindern hat bisher lediglich meine älteste Tochter meine ursprüngliche Heimat gesehen.“

jle