Veröffentlicht am 16.01.2026 23:04, aktualisiert am 16.01.2026 23:18

onesto Tigers: Enttäuschte Hoffnung in Höchstadt

Auch die Rückkehr von Kapitän Sam Verelst (links) nach seiner Verletzungspause konnte nichts an der Niederlage der onesto Tigers in Höchstadt ändern. (Foto: Archiv/Dirk Ellmer)
Auch die Rückkehr von Kapitän Sam Verelst (links) nach seiner Verletzungspause konnte nichts an der Niederlage der onesto Tigers in Höchstadt ändern. (Foto: Archiv/Dirk Ellmer)
Auch die Rückkehr von Kapitän Sam Verelst (links) nach seiner Verletzungspause konnte nichts an der Niederlage der onesto Tigers in Höchstadt ändern. (Foto: Archiv/Dirk Ellmer)
Auch die Rückkehr von Kapitän Sam Verelst (links) nach seiner Verletzungspause konnte nichts an der Niederlage der onesto Tigers in Höchstadt ändern. (Foto: Archiv/Dirk Ellmer)
Auch die Rückkehr von Kapitän Sam Verelst (links) nach seiner Verletzungspause konnte nichts an der Niederlage der onesto Tigers in Höchstadt ändern. (Foto: Archiv/Dirk Ellmer)

Nach einer enttäuschenden Leistung verloren die onesto Tigers Bayreuth heute Abend vor 1.147 Zuschauern in der Oberliga Süd das Frankenderby bei den Höchstadt Alligators mit 3:7 (1:2,0:3,2:2) und rutschen damit auf Tabellenplatz acht ab.

Die onesto Tigers traten in Höchstadt bis auf den noch verletzten Reko Pohjamo in Bestbesetzung an, Kapitän Sam Verelst war wieder mit an Bord. Das Bayreuther Tor hütete Maximilian Meier.

Die Bayreuther gingen bissig in die Partie, wurden aber gleich in der 3. Minute durch eine Strafzeit gegen Adam Schusser ausgebremst. Nach einem Scheibenverlust beim Höchstadter Powerplay hatte Kyle Bollers mit einem Unterzahlkonter alleine vor dem Höchstadter Goalie Luca Ganz die große Chance zur Führung, scheiterte aber. Auf der Gegenseite machten es die Mittelfranken, immer noch in Überzahl, besser: Michail Guft-Sokolov fälschte einen Schuss von Jake Fardoe ab und ließ dem Bayreuther Torsteher Meier keine Chance – 1:0 für Höchstadt (5.).

In der Folge machten die Gastgeber mit dem Selbstbewusstsein der Führung das Spiel, Goalie Meier verhinderte jedoch einen weiteren Gegentreffer. Kaum zu erwarten war daher der 1:1-Ausgleich, den Michal Spacek in der 18. Minute nach Vorarbeit von Kyle Bollers und Alex Barber markierte. Die Freude über den Ausgleich währte bei den Tigers jedoch nur 52 Sekunden: Die Bayreuther Defensive zeigte sich unsicher und Patrik Rypar lenkte einen Schuss von der blauen Linie unhaltbar für Torwart Meier zur erneuten 2:1-Führung für die Alligators ab (19.).

Ebenfalls noch in der 19. Minute hatte Alex Barber alleine vor dem Höchstadter Tor die Chance zum abermaligen Ausgleich, scheiterte aber an Goalie Ganz. Somit ging es mit der verdienten Höchstadter 2:1-Führung in die erste Drittelpause.

Die Tigers starteten auch im zweiten Drittel druckvoll, in der 23. Minute musste jedoch der nächste Gegentreffer hingenommen werden: Erneut versäumte es die Bayreuther Defensive, die Situation zu klären. Es kam zu einem Gestocher vor dem Bayreuther Tor, Luca Franzese beförderte dabei die Scheibe letztlich zum 3:1 für die Gastgeber über die Torlinie (23.). Nur knapp zwei Minuten später zeigte sich die Bayreuther Verteidigung abermals zu passiv und Martin Vojcak hatte wenig Mühe, mit einem scharfen Schuss auf 4:1 für Höchstadt zu erhöhen (25.).

Die Tigers waren nach dem Doppelschlag sichtlich geschockt, überstanden aber immerhin eine Zwei-Minuten-Strafe gegen Leon Bauhof unbeschadet (32.). Kaum waren die Tigers wieder vollzählig, gab es in der 36. Minute erst zwei plus zwei Strafminuten wegen Stockschlag und Reklamieren gegen Alex Barber, nur 32 Sekunden später ging auch Aidan Brown wegen unsportlichen Verhaltens auf die Strafbank. Die rund eineinhalbminütige doppelte Unterzahl wurde von den Gästen noch unbeschadet überstanden, in einfacher Überzahl schlug dann jedoch Anton Seewald für Höchstadt zu und erhöhte auf 5:1 (38.). Letztlich ging ein „Drittel zum Vergessen“ für die Tigers mit einem auch in der Höhe gerechten 5:1-Vorsprung für die Mittelfranken zu Ende.

Im Schlussabschnitt hatten die Bayreuther einen erfolgreichen Start: Bei einem Konter setzte sich Tigers-Verteidiger Adam Schusser durch und verkürzte auf 2:5 (43.). Wer jetzt dachte, dass zarte Hoffnung bei den Gästen aufkeimen könnte, wurde nur 34 Sekunden später eiskalt abgeduscht: Der Bayreuther Goalie Meier musste die Scheibe bei einem Höchstadter Schuss prallen lassen und der Ex-Tiger Tyler Gron hatte wenig Mühe, mit seinem zweiten Treffer des Abends zum 6:2 für die Alligators abzustauben (44.).

Ab der 46. Minute war Höchstadt erneut im Powerplay, Samuel Eriksson traf aber nur die Latte des Bayreuther Tores (47.). In der 55. Minute gelang den Bayreuthern wenigstens noch ein dritter Treffer, einen Schuss von Michal Spacek ließ Goalie Ganz prallen und Ondrej Nedved verwandelte zum 3:6. Gut vier Minuten vor Schluss kamen die Tigers nach einer Strafe gegen Höchstadt nochmal in Überzahl, kassierten aber passend zum Gesamtverlauf der Partie bei einem Unterzahlkonter das 3:7 durch Michail Guft-Solokov. Mit einer letzten Chance für die Tigers scheiterte Aidan Brown in der 59. Minute am Goalie der Alligators.

Nach der enttäuschenden 3:7-Niederlage und dem gleichzeitigen Sieg des EC Peiting gegen Passau fallen die onesto Tigers mit jetzt 48 Punkten nach 38 Spielen hinter die nun punktgleichen Peitinger auf Tabellenplatz acht zurück. Zwar steht man nur einen Zähler hinter dem Tabellensechsten Lindau, angesichts der aktuellen Form müssen die Bayreuther aber wohl eher den Blick nach weiter unten richten und feststellen, dass der Vorsprung vor dem Tabellen-Elften Höchstadt und damit dem Rang, der nicht mehr für die Pre-Playoff-Qualifikation reicht, nur noch sieben Punkte beträgt.

Am Sonntag, 18. Januar, um 18 Uhr haben die Bayreuther jetzt gegen die Tölzer Löwen beim nächsten Heimspiel eine weitere Chance, um endlich den Bock umzustoßen und in der Oberliga Süd in die Erfolgsspur zurückzukehren.

„Höchstadt hat gut gespielt. Es bleibt bei uns die gleiche Geschichte wir in vier Spielen zuvor. Wir sind weiter im Tief und haben nur eine Reihe, die trifft. Langsam wird dies zum großen Problem. Zudem hat unsere zweite Reihe fünf Gegentore bekommen. Das ist inakzeptabel. Die Jungs müssen innerlich für sich schauen, was sie für uns tun können. Ich hoffe sehr, dass wir das korrigieren können und am Sonntag besser spielen“, erklärte onesto Tigers-Headcoach Larry Suarez nach dem Spiel.


Von Roland Schmidt
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