Mehr Geld für Richard Wagner

Bayreuth. In der vergangenen Woche besuchte MdB Katrin Budde (SPD), auf Einladung von MdB Thomas Hacker (FDP) und von SPD-Stadtrat Thomas Bauske, die Stadt Bayreuth, um sich vor Ort über den Stand der Sanierung des Festspielhauses zu informieren und um das sanierte Haus Wahnfried und das neue Richard-Wagner-Museum zu besuchen.

Katrin Budde leitet in dieser Legislaturperiode den Kulturausschuss des Bundestages. Sie ist seit knapp einem Jahr im Amt. Ihr Aufgabengebiet umfasst auch die kulturpolitische Förderpolitik. Zu ihrem Besuch in Bayreuth sagte Katrin Budde: »Verstehen kann man eine Sache nur, wenn man sie auch gesehen hat», Mit der Sanierung von Haus Wahnfried und dem Museumsneubau habe man eine Kostbarkeit geschaffen, die ihresgleichen sucht. Nun müsse man das Projekt weiter entwickeln, so Sven Friedrich, Direktor des Richard-Wagner-Museums.Er berichtete insbesondere über die Personalknappheit im Museumsbetrieb, die eine vernünftige Museumspädagogik nicht zulasse, und über die Notwendigkeit der Fortentwicklung und Digitalisierung des umfangreichen Richard-Wagner-Archivs. »Wir haben einen Schatz und wir verstehen nicht, damit zu wuchern», sagt Sven Friedrich. Verstärkt müsse man die Neuen Medien einsetzen, um auf die Bedeutung des Museums hinzuweisen. »Leider scheitert dieser Vorsatz an dauerhaft finanziellen Schwierigkeiten», so der Museumsdirektor.

Der Bund sei in der Pflicht, da dieser über die Richard-Wagner-Stiftung letztlich Miteigentümer des Nachlasses von Richard Wagner ist.Den Besuch von MdB Katrin Budde begleitete neben MdB Thomas Hacker auch der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Stadtrat, Thomas Bauske.

2019 wird ein Jahr der Jubiläen. »Siegfried Wagner wäre heuer 150 Jahre und Wolfgang Wagner 100 Jahre alt geworden», so Sven Friedrich. »Ein Anlass, diese Gedenktage entsprechend mit Veranstaltungen und Ausstellungen zu würdigen». Doch solche Festlichkeiten kosten letztlich Geld. Der Wunsch an MdB Katrin Budde war, sie möge sich in ihrer Funktion als Leiterin des Bundestags-Kulturausschusses entsprechend für Bayreuth einsetzen.

gmu