Exoten von HaSpo Bayreuth legen wieder los

HaSpo Bayreuth startet in die Handball-Saison 2022/23. In der zurückliegenden Drittliga-Saison hat die Mannschaft von Trainer Mathias Bracher Gegner und Fans mit dem dritten Platz in der Abschlusstabelle überrascht – und wohl auch sich selbst ein bisschen. Und dennoch bleibt Bescheidenheit Trumpf bei HaSpo. Das Ziel für die neue Handballsaison ist klar formuliert.

HaSpo Bayreuth steht wieder auf der Platte. Am Samstag (3. September 2022) haben die Männer ihr erstes Saisonspiel beim Oranienburger HC in Brandenburg absolviert. 27:30 hieß es am Ende aus HaSpo-Sicht. Für Vorstand Andreas Berghammer ist die Zielsetzung unabhängig von der Niederlage klar. „Das Ziel für HaSpo Bayreuth kann nur Klassenerhalt heißen“, legt er sich unmissverständlich fest. Auch interessant: Das sagte HaSpo-Kapitän Paul Saborowski nach der Hälfte der vergangenen Spielzeit über den Höhenflug exklusiv der Bayreuther Sonntagszeitung.

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HaSpo Bayreuth in 3. Handball-Liga: Exoten ohne Geld

Vom Höhenflug der letzten HaSpo-Saison will sich der Bayreuther Handball-Haudegen nicht blenden lassen. „Wir spielen jetzt das dritte Jahr in Folge in der 3. Liga. Zu den Arrivierten gehören wir da noch lange nicht“, stellt Berghammer klar. Im Vorjahr spielte HaSpo Bayreuth noch in der Staffel West der fünfgleisigen 3. Liga. Nach einer regionalen Aufteilung treten die Schwarz-Orangen in diesem Jahr in der Staffel-Ost an. „Eine hochinteressante Liga“, fügt Berghammer an. Das Team trainiert bereits seit April im Kraftraum, seit Juni mit Ball auf dem Feld.




Nicht nur das erste Spiel führt HaSpo Bayreuth in die neuen Bundesländer. Mannschaften wie die Zweitvertretungen des SC Magdeburg oder die SC DHfK Leipzig mischen da genauso mit wie Zweitligaabsteiger EHV Aue. Dazu kommen die Zweite von HC Erlangen oder Eintracht Hildesheim – für Handball-Kenner sind das griffige Namen. „Die Liga ist sehr ausgeglichen. Da werden viele enge Spiele dabei sein. Gerade die Mannschaften, die noch nicht gegen uns gespielt haben, wollen wir mit unserem Spielsystem überraschen.“ Das Bayreuther Team bezeichnet Berghammer als eine „Exotenmannschaft“. Es sei das einzige Team aller Drittligisten, das seinen Spielern keine Prämien zahlen könne. Stolz ist Berghammer darauf nicht. Allein aus diesem Grund sei der erneute Klassenerhalt ein riesiger Erfolg. In die vergangene Saison startete man noch mit Schwierigkeiten, ehe der Klassenhalt zeitig gesichert werden konnte.

Schmerzhafter Abgang bei HaSpo Bayreuth

Dieses System soll wie in der Vorsaison durchaus angriffslustig ausfallen. „Eine extrem offensive Abwehr und überfallartige Gegenstöße“, gibt Berghammer die Marschroute vor. Nicht mehr mitmarschieren wird Tim Hermannsdörfer. Er steht nach einer Handverletzung nicht mehr zur Verfügung und konzentriert sich nun auf seine Uni-Ausbildung mit Promotion. Berghammer und ganz HaSpo Bayreuth haben jedoch Hermannsdörfers Versprechen in der Tasche, in die Trainerarbeit des Vereins einzusteigen.

Neu auf dem Spielfeld der Sporthalle im Schulzentrum-Ost stehen wird dagegen Oskar Eule. Der 20-jährige Linkshänder verstärkt das Team auf der rechten Angriffsseite. Zudem wird er im Herbst sein Studium an der Uni Bayreuth aufnehmen. Voll bei der 1. Mannschaft mittrainieren wird zudem Timo Böker. Der kommt aus der eigenen A-Jugend, spielt dort zunächst auch noch das Gros seiner Spiele. Er soll behutsam an die Mannschaft herangeführt werden. Seine Position: Rückraum Mitte. So wie zuletzt Tim Hermannsdörfer.

jle