Veröffentlicht am 06.01.2026 20:43, aktualisiert am 06.01.2026 22:18

Eine 3:0-Führung war zu wenig

Kyle Bollers (rechts), hier in der Partie gegen Peiting am 26. September in Bayreuth, brachte die onesto Tigers heute Abend nach 25 Sekunden mit 1:0 in Führung. (Foto: Archiv/Dirk Ellmer)
Kyle Bollers (rechts), hier in der Partie gegen Peiting am 26. September in Bayreuth, brachte die onesto Tigers heute Abend nach 25 Sekunden mit 1:0 in Führung. (Foto: Archiv/Dirk Ellmer)
Kyle Bollers (rechts), hier in der Partie gegen Peiting am 26. September in Bayreuth, brachte die onesto Tigers heute Abend nach 25 Sekunden mit 1:0 in Führung. (Foto: Archiv/Dirk Ellmer)
Kyle Bollers (rechts), hier in der Partie gegen Peiting am 26. September in Bayreuth, brachte die onesto Tigers heute Abend nach 25 Sekunden mit 1:0 in Führung. (Foto: Archiv/Dirk Ellmer)
Kyle Bollers (rechts), hier in der Partie gegen Peiting am 26. September in Bayreuth, brachte die onesto Tigers heute Abend nach 25 Sekunden mit 1:0 in Führung. (Foto: Archiv/Dirk Ellmer)

Anfangs sah es heute Abend für die onesto Tigers Bayreuth in der Oberliga Süd gut aus, Gastgeber EC Peiting drehte einen 0:3-Rückstand nach 20 Minuten aber letztlich in einen 6:3 (0:3,4:0,2:0)-Sieg. Die Tigers rutschen daher auf Tabellenplatz sieben ab.

Gegenüber dem Sieg am vergangenen Sonntag gegen Passau hatte sich die Personalsituation der Tigers etwas entspannt: Mit Conner McLeod stand wieder einer der beiden Stammtorhüter zur Verfügung, Daniel Arendas fungierte als Backup-Goalie. Jannis Hüserich nach seiner Sperre und der zuletzt angeschlagene Cameron Leask waren wieder im Aufgebot, Lennard Habeck und Mannschaftskapitän Sam Verelst mussten aber weiterhin passen.

Die Bayreuther starteten wie die Feuerwehr und gingen bereits nach 25 Sekunden nach schöner Vorarbeit von Michal Spacek mit einem Schuss aus dem Slot von „Goldhelm“ Kyle Bollers mit 1:0 in Führung (1.). In der Folge gab es Möglichkeiten auf beiden Seiten. Peiting war jetzt besser in der Partie, Conner McLeod erwies sich jedoch als sicherer Rückhalt der Gäste.

Mitten in die Peitinger Drangphase hinein legten die onesto Tigers jedoch nach, in der 14. Minute gab es einen Doppelschlag durch Aidan Brown. Erst staubte der Kanadier zum 2:0 ab, als dem Peitinger Goalie Seidel die Scheibe aus der Fanghand glitt. Nur 41 Sekunden später fuhren die Tigers einen Drei-auf-eins-Konter und abermals Brown erhöhte nach einem Doppelpass mit Jan Hammerbauer auf 3:0. Die Defensive der Gastgeber zeigte sich sehr indisponiert.

In der 18. Minute gab es eine Schrecksekunde für die Gelb-Schwarzen, als Alex Barber in einer Abwehraktion mit dem eigenen Goalie Conner McLeod zusammenprallte. Es konnte aber glücklicherweise für beide weitergehen. Vier Sekunden vor dem Ende gab es noch eine Riesenchance für Bayreuth, Jan Hammerbauer hatte das leere Tor vor sich, verzog aber. Somit ging es nach einem Drittel ohne eigene Strafzeit mit einem 3:0-Vorsprung in die erste Pause.

In der 22. Minute sendeten die Peitinger ein Lebenszeichen: Die Tigers hatten Probleme, den Puck aus dem eigenen Drittel herauszubekommen, nach Vorlage von Justin Maylan schloss Thomas Heger aus zentraler Position wuchtig zum 1:3-Anschlusstreffer ab. In der Folge überstanden die Gastgeber eine Unterzahl bei einem schwachen Bayreuther Powerplay unbeschadet.

Peiting kämpfte sich weiter heran und in der 30. Minute verkürzte Justin Maylan nach einem Bayreuther Scheibenverlust mit einem platzierten Handgelenkschuss aus dem High Slot weiter auf 2:3. Damit aber nicht genug, nur 28 Sekunden später ließ Conner McLeod einen Schuss prallen und abermals Thomas Heger glich zum 3:3 aus (31.). In der 35. Minute brachte der Peitinger Lukas Gohlke Alex Barber regelwidrig im Angriff von den Beinen. Es gab Penalty für die Tigers, Goalie Pascal Seidel obsiegte aber bei der Ausführung gegen Barber und wehrte mit dem Blocker ab, es blieb beim 3:3.

In der 37. Minute musste Dominik Piskor auf die Strafbank und Peiting nutzte das Powerplay, um die Partie endgültig zu drehen: Simon Mayr traf mit einem Schlagschuss von der blauen Linie zur 4:3-Führung für die Gastgeber. Nach bemerkenswertem und für die Bayreuther negativem Spielverlauf, bei dem sie völlig den Faden verloren, ging es mit dem 3:4-Rückstand auch ins Schlussdrittel.

Die Tigers machten zu Beginn des letzten Abschnitts Druck, doch das nächste Tor schossen erneut die Gastgeber: Der mit einem weiten Pass bediente Carson Brière überwand Conner McLeod zum 5:3 für den ECP (44.). 198 Sekunden später stellte abermals Brière, der von Carson MacKinnon in Szene gesetzt wurde, auf 6:3 (47.). Conner McLeod wurde daraufhin ausgewechselt, für ihn kam Daniel Arendas zwischen die Pfosten des Tigers-Gehäuses.

In der 59. Minute hatten die Tigers noch einmal eine gute Chance, Kyle Bollers scheiterte aber an Goalie Seidel. Nach kuriosem Spielverlauf blieb es letztlich bei der 3:6-Niederlage der zum Schluss sehr ausgelaugt wirkenden Bayreuther. Nach der Niederlage und dem gleichzeitigen Sieg der Lindau Islanders in Erding rutschen die Bayreuther mit weiterhin 48 Punkten nach 35 Spielen von Rang sechs auf Tabellenplatz sieben ab, einen Punkt hinter Lindau. Am Freitag, 9. Januar, um 20 Uhr geht es für die onesto Tigers gegen die Heilbronner Falken weiter.

„Wir haben das Spiel alle gesehen. Wir haben es zwar nicht ganz weggeschenkt, weil Peiting drangeblieben ist und vollen Einsatz gezeigt hat. Wir haben heute nicht genug gearbeitet. Da gibt es keine Ausreden. Wir müssen in den Spiegel schauen, das passiert zu oft in dieser Saison. Peiting hat das auch gut gemacht. Wenn du 3:0 hinten bist und dann zurückkommst, zeigt das den Charakter der Mannschaft“, erklärte onesto Tigers-Headcoach Larry Suarez im Anschluss an die Partie.


Von Roland Schmidt
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