Tigers-Stürmer Branden Gracel: Trio in Bayreuth wieder glücklich vereint

BAYREUTH. Branden Gracel ist neu bei den Bayreuth Tigers. Seit Mitte Oktober verstärkt der Kanadier als Stürmer die Tigers. Die Zeiten im Tigerkäfig sind derzeit keine einfachen. Das weiß Gracel. „Wir haben viel Arbeit vor uns“, aber auf die freut er sich.

Sieben Spiele hat Neuzugang Gracel bisher absolviert, in der Wettkampfpause zuletzt zudem intensiv trainiert. Danach gab es einen überraschenden Overtime-Sieg gegen die Krefeld Pinguine. Auf dem Eis will der Mittelstürmer nun Vollgas geben. In Bayreuth hat er sich bisher nur grob orientieren können. Sein Umfeld jenseits des Eises ist nun auch in Bayreuth wieder komplett – und das war gar nicht so einfach, wie er der Bayreuther Sonntagszeitung erzählt hat.

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Branden Gracel von den Bayreuth Tigers im Portrait

Im April hatte Branden Gracel sein letztes Spiel auf dem Eis absolviert, ehe er nach Bayreuth kam. Er selbst möchte „voll durchstarten“ und an den Aufschwung der Bayreuth Tigers glaubt er auch: „Wir müssen endlich anfangen zu gewinnen. Es kann nur besser werden.“ Den Grundstein für dieses Vorhaben wollen sein Team und er in der zurückliegenden Wettkampfpause gelegt haben.




Gracel habe nach eigenen Angaben einige Angebote anderer Clubs gehabt. „Allerdings fühlte sich keines so richtig gut an. In Bayreuth war das anders.“ Nicht nur die Aussicht, sich hier neu beweisen und etwas anschieben zu können, haben den Ex-Kaufbeurer Gracel gereizt, sondern auch einige seiner neuen Mitspieler. Mit „Big Mike“ Mieszkowski, Garret Pruden und Sami Blomqvist hat der Center bereits bei den bayerischen Schwaben gespielt. Mit letzterem sogar fünf Jahre lang. „Wir haben auf einer Linie gespielt. Die Chemie stimmt. Der Kontakt ist nie abgerissen.“

Branden Gracel mit Freundin und Hund in Bayreuth

Eines seiner vier Bayreuther Spiele hat er beim EHC Kaufbeuren absolviert. Ein Teil der Fans hat ihn dort mit hämischen Sprechchören begrüßt, andere Fans hätten sich bei ihm dafür entschuldigt. Aber Gracel nimmt es locker: „Das macht mir nichts aus. Und es gehört wohl auch irgendwo zum Business dazu. Ich habe nur gute Erinnerungen an Kaufbeuren und habe mich aus persönlichen Gründen entschieden zu gehen.“

Von Bayreuth hat Gracel bisher einige wenige Ecken sehen können – die haben ihm aber gut gefallen. „Der Markt und die kleinen Gassen mit ihrem Kopfsteinpflaster sind toll.“ In Bayreuth hat Gracel eine Wohnung in Laineck bezogen. „Mit einem schönen Blick über Bayreuth, wenn ich aus dem Fenster schaue. Seit Ende Oktober ist Gracels Haushalt auch wieder komplett. Freundin Kendra und der gemeinsame Hund Jesper sind in Bayreuth angekommen. Und das war gar nicht so einfach. „Der erste Flug von Kanada hat nicht geklappt, weil die Fluggesellschaft unseren Jesper nicht mit an Bord nehmen wollte. Wir mussten gemeinsam Papierkram erledigen, Kendra musste umbuchen. Das hat uns beide einiges an Nerven gekostet.“

Branden Gracel: Was Kanada von Deutschland unterscheidet

Nun ist das Trio in Bayreuth jedoch wieder vereint. Gemeinsam blicken Gracel und Kendra morgens aus dem Fenster und deuten in eine Richtung, die sie in den kommenden Tagen erkunden möchten. „Mit Jesper sind wir gleich im Grünen, das ist ziemlich toll.“ Mit dem Hund draußen zu sein, ist ein großes Hobby des Paares und Bayreuth erkundet es so Schritt für Schritt. Um Hunde geht es auch, wenn Gracel einen wesentlichen Unterscheid zwischen seiner Heimat Kanada und Deutschland nennt: „Im Gegensatz zu Kanada dürfen in Deutschland Hunde in praktisch jedes Restaurant mit rein.“ Das wird das Trio in der kommenden Zeit in Bayreuth austesten.

jle