„Wir sind in der 3. Liga angekommen!“

BAYREUTH. Im Pokal gegen den HSV und in der Liga gut gespielt und noch verloren -im vierten Spiel gegen Osnabrück hat die SpVgg Bayreuth erstmals gewonnen. Im Toto-Pokal gegen Eltersdorf als Favorit hat sie souverän nachgelegt. Benedikt Kirsch, Mittelfeldstratege und Kapitän der Spielvereinigung, blickt auf den Saisonstart zurück – und wagt einen Ausblick.

„Nach dem Sieg gegen Osnabrück ist uns kein Stein, sondern ein ganzer Brocken vom Herzen gefallen. Nach drei Niederlagen war der Sieg umso wichtiger“, blickt Kirsch auf das Spiel zurück. Der Kapitän sieht in dem Resultat eine Bestätigung der geleisteten Arbeit – nur, sich das Team jetzt belohnt habe. Die deutliche Niederlage in Wehen Wiesbaden klammert Kirsch dabei jedoch aus. „Gegen Osnabrück haben wir gesehen: Es funktioniert. Das wollen wir jetzt regelmäßig in Punkte ummünzen. Wir gehen unseren Weg unbeirrt weiter.“ Klicke hier durch die Bildergalerie des Osnabrück-Spiels der SpVgg Bayreuth!

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SpVgg Bayreuth: Benedikt Kirsch über Unterschied von Regionalliga und 3. Liga

In seiner Rolle als Kapitän sieht Kirsch sich selbst in der Pflicht. Er, bereits mit Drittligaerfahrung, suchte das Gespräch mit seinen Teamkollegen, einzeln und in der Gruppe. „Wir haben über die ersten Spiele gesprochen. Wir waren uns einig, dass wir in den ersten beiden Spielen hätten punkten müssen. Das war nicht der Fall. Wichtig war, dass wir uns darauf hingewiesen haben, dass wir Punkte sammeln werden.“ Das war gegen Osnabrück erstmals der Fall.

Als größten Unterschied zwischen Regional- und 3. Liga nennt Kirsch nach den Eindrücken der ersten vier Spieltage die Leistungsdichte. „Die Liga ist ausgeglichen, einfache Spiele gibt es keine. Zudem hat man in Ballbesitz weniger Zeit, die richtige Entscheidung zu treffen. Das Tempo ist noch höher als in der Regionalliga“. Damit das Pendel zu Gunsten der Spielvereinigung ausschlage, müsse man im Training nun eben den „extra Schritt mehr gehen und Zweikämpfe noch ernsthafter führen.“




Niedrige Zuschauerzahlen in Bayreuth: Mannschaft in der Pflicht

Ein Fokus im Training liegt auf der Defensivarbeit, berichtet Kirsch. „Wenn man in Rückstand gerät, ist es unglaublich schwer, das Spiel zu drehen. Wir wollen als Mannschaft so lange wie möglich die Null und damit das Spiel offenhalten. Das macht die Mannschaft bisher sehr gut. Dass wir vorne jederzeit ein Tor schießen können, haben wir letztes Jahr oft genug bewiesen.“

Die überschaubaren Zuschauerzahlen im Hans-Walter-Wild-Stadion waren zuletzt rund um die Jakobshöhe immer wieder Thema. Nach Kirschs Ansicht ist der Fußball voll präsent und wird wahrgenommen. „Sonst hätten wir gegen Bayern II und den HSV keine 10.000 oder fast 15.000 Zuschauer gehabt. Die Fans, die kommen, sind eingefleischt und waren auch schon letzte Saison im Stadion.“ Natürlich wolle jeder Spieler vor ausverkauftem Haus spielen. Kirsch sieht hier auch die Mannschaft als Hebel. „Wenn wir konstant gut spielen, werden wir auch mehr Zuschauer anlocken“, ist er überzeugt. Auch interessant: Im Hans-Walter-Wild-Stadion werden Ende August die Sitze ausgetauscht.

Benedikt Kirsch (re., Rückennummer 6) mit seinen Mannschaftskollegen im Heimspiel vor dem "Biest".
Benedikt Kirsch (re., Rückennummer 6) mit seinen Mannschaftskollegen im Heimspiel vor dem „Biest“.

SpVgg-Kapitän Benedikt Kirsch zieht erstes Fazit

Kirschs Fazit nach dem Saisonstart fällt gemischt aus, doch er ist optimistisch. „In der Liga könnten wir durchaus ein paar Punkte mehr haben. Das ist ausbaufähig. Nach den gezeigten Leistungen muss aber jedem klar sein, dass wir absolut mithalten können. Wir sind in der 3. Liga angekommen.“ Das wollen Kirsch und das gesamte Team am 5. Spieltag in Zwickau wieder beweisen. „Wir fahren nach Zwickau, um dort zu gewinnen. Dann können wir im besten Fall eine kleine Serie starten.“