Paukenschlag bei medi Bayreuth: Carl Steiner hört als Alleingesellschafter auf

BAYREUTH. Carl Steiner hört als Alleingesellschafter bei medi Bayreuth auf. Zum Ende der laufenden Saison beendet Steiner sein Engagement beim Basketball-Bundesligisten. Das hat der Alleingesellschafter in einer persönlichen Erklärung am Montag (23. Januar 2023) mitgeteilt.

Nach dem angekündigten Rückzug von Geschäftsführer Johannes Feuerpfeil zum Saisonende ist das bevorstehende Abschied Steiners zum 30. Juni 2023 der nächste Schlag ins Kontor von medi Bayreuth.

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Carl Steiner hört als Alleingesellschafter bei medi Bayreuth auf

medi Bayreuth kommt nicht zur Ruhe. Carl Steiner wird mit Saisonende 2022/23 sein Engagement als Alleingesellschafter des Basketball-Bundesligisten beenden. Das geht aus einer persönlichen Erklärung Steiners am Montag mitgeteilt. Damit steht medi Bayreuth im Sommer nach aktuellem Stand ohne Geschäftsführer und Gesellschafter vor einer ungewissen Zukunft. Dazu kommt die aktuelle sportliche Krise von medi Bayreuth: Zuletzt verlor man bei den Academics Heidelberg und gegen die Rostock Seawolves – zwei Mitkonkurrenten im Abstiegskampf der BBL.

Steiner könne und wolle den persönlichen Aufwand nicht mehr leisten, der nach seinen Angaben notwendig wäre, um den Basketballstandort Bayreuth in eine erfolgreiche Zukunft zu führen.




medi Bayreuth: Carl Steiner vor Rückzug als Gesellschafter

„Manchmal gibt es im Leben Veränderungen, die man selber nicht mal unbedingt will, und so lässt meine weitere Lebensplanung den dafür notwendigen Aufwand nicht mehr zu“, so Steiner in der Mitteilung wörtlich. Steiner verspricht in den kommenden Monaten sein vollstes Engagement, um medi Bayreuth den Übergang in einer neue Gesellschafterstruktur zu ermöglichen. Nur wenige Tage vor seiner eigenen Rückzugsankündigung äußerte sich Steiner gegenüber der Sonntagszeitung über die Zukunft von medi Bayreuth.

Carl Steiners Erklärung wörtlich:

Seit 1984 bin ich – mit einer kurzen Unterbrechung – sehr eng mit dem Bayreuther Basketball verbunden. Nach dem Ausscheiden meines Bruders, zunächst als Präsident, später als Gesellschafter bzw. Alleingesellschafter. Gemeinsam mit der Bayreuther Basketballgemeinschaft habe ich unvorstellbare Höhen, aber auch bittere Tiefen erlebt. Beides möchte ich nicht missen. Über einen langen Zeitraum habe ich mich persönlich, wirtschaftlich und finanziell enorm engagiert.

Wie jeder aus seinem täglichen Leben weiß, hat die Corona-Krise zu gewaltigen Umwälzungen in der Gesellschaft sowie in der Wirtschaft geführt. Dies hat die erfolgreiche Führung von medi bayreuth Basketball erheblich erschwert. Es ist für einen kleinen Standort wie Bayreuth immer schwieriger geworden, in der ersten Liga zu bestehen.  Den persönlichen Aufwand, der erforderlich ist, um den Bayreuther Basketball in eine erfolgreiche Zukunft zu führen, kann und will ich nicht mehr leisten.

Manchmal gibt es im Leben Veränderungen, die man selber nicht mal unbedingt will, und so lässt meine weitere Lebensplanung den dafür notwendigen Aufwand nicht mehr zu. Daher werde ich mich zum Ende der Saison, also zum 30. Juni 2023, als Gesellschafter zurückziehen. Die derzeitige, prekäre sportliche Situation hat meine Entscheidung nicht beeinflusst, da ein eventueller Weg in die ProA durchaus interessante Chancen bietet, vor allem auch für lokale Talente.

Natürlich werde ich in den kommenden Wochen und Monaten – wie immer seit vier Jahrzehnten – mein volles Engagement einbringen, um einen geordneten Übergang zu einer neuen Gesellschafterstruktur zu gewährleisten. Nach fast 40 Jahren ist es einfach an der Zeit für eine grundlegende Veränderung, für frischen Wind, für eine neue, andere Zukunft für den Bayreuther Basketball auf einer breiteren Basis.

Den Aufsichtsrat, ebenso wie die Führung von medi bayreuth Basketball, habe ich gebeten, neue Gesellschafter zu finden, die den professionellen Bayreuther Basketball in Zukunft gestalten und prägen wollen. Ich gehe fest davon aus, dass dies in den nächsten vier bis acht Wochen gelingen wird.

red