Veröffentlicht am 10.08.2022 09:00
Veröffentlicht am 10.08.2022 09:00

Hier liegen 400 Wohnungen in Bayreuth auf Eis

Auf dem großen Parkplatz an der Ludwig-Thoma-Straße sollen 400 Wohnungen entstehen. Die Bayreuther SPD und Landtagsmitglied Natascha Kohnen beklagen eine jahrelange Verzögerung. Bild: Jürgen Lenkeit (Foto: Lenkeit)
Auf dem großen Parkplatz an der Ludwig-Thoma-Straße sollen 400 Wohnungen entstehen. Die Bayreuther SPD und Landtagsmitglied Natascha Kohnen beklagen eine jahrelange Verzögerung. Bild: Jürgen Lenkeit (Foto: Lenkeit)
Auf dem großen Parkplatz an der Ludwig-Thoma-Straße sollen 400 Wohnungen entstehen. Die Bayreuther SPD und Landtagsmitglied Natascha Kohnen beklagen eine jahrelange Verzögerung. Bild: Jürgen Lenkeit (Foto: Lenkeit)
Auf dem großen Parkplatz an der Ludwig-Thoma-Straße sollen 400 Wohnungen entstehen. Die Bayreuther SPD und Landtagsmitglied Natascha Kohnen beklagen eine jahrelange Verzögerung. Bild: Jürgen Lenkeit (Foto: Lenkeit)
Auf dem großen Parkplatz an der Ludwig-Thoma-Straße sollen 400 Wohnungen entstehen. Die Bayreuther SPD und Landtagsmitglied Natascha Kohnen beklagen eine jahrelange Verzögerung. Bild: Jürgen Lenkeit (Foto: Lenkeit)

Auf dem großen Parkplatz in Bayreuth an der Ludwig-Thoma-Straße gegenüber der Polizei sollen 400 Wohnungen entstehen. Ein baureifer Entwurf lag bereits 2020 vor. Passiert ist seitdem nichts.

Wohnungen in Bayreuth: Stillstand an ehemaliger Röhrenseekaserne

Der Bayreuther SPD schmeckt diese Verzögerung beim sozialen Wohnungsbau zwischen Moritzhöfen und dem Kasernenviertel gar nicht. Und tut das mit prominenter Unterstützung kund: SPD-Landtagsabgeordnete Natascha Kohnen ist vor Ort in Bayreuth zum Gespräch. Die wohnungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Landtag erhöht nun den Druck auf den Freistaat Bayern. Auch interessant: Die SPD-Arbeitsgemeinschaft 60plus in Oberfranken mahnt: Keine kalten Wohnungen für Rentner.

„Warum kommt der Freistaat Bayern hier nicht in die Gänge?“, fragt Kohnen rhetorisch als auf dem großen Parkplatz zwischen Ludwig-Thoma-Straße und Peter-Rosegger-Straße steht. Das Areal gehört dem Freistaat. Kohnen ist auf Einladung der Bayreuther SPD gekommen. Der Fraktionsvorsitzende im Stadtrat, Thomas Bauske, verweist auf einen Entwurf von 2019/2020. Das Rathaus hatte das Gesamtkonzept für die Brache abgesegnet. „Wohnen und Arbeiten in Moritzhöfen“ war demnach längst beschlossene Sache und reif für den Bau. Rund 400 Wohnungen im Geschosswohnungsbau, vorzugsweise 3- und 4-Zimmer-Wohnungen waren geplant.

Bayreuth: Wohnungspolitikerin Natascha Kohnen macht für die SPD Druck bei bayerischer Regierung

Passiert ist seit bald drei Jahren nichts. „Warum ist das so?“ will Natascha Kohnen das Ansinnen der Bayreuther SPD in den Landtag tragen. Welcher Körperschaft des Freistaats genau das Grundstück gehört weiß nicht mal Kohnen. Anfragen von ihr über die Eigentumsverhältnisse des Areals zwischen Kasernenviertel und Moritzhöfen würden nicht beantwortet. Eigentümer scheint die Immobilien Freistaat Bayern zu sein, die staatliche Wohnungsbaugesellschaft BayernHeim soll das Areal Bauske vermarkten. Sie äußert folgende These: Ohne die BayernHeim wäre man hier schon weiter. Ihre lokalen Parteikollegen nicken zustimmend. Dies sei auch der Eindruck, der bezüglich „Wohnen und Arbeiten in Moritzhöfen” bei Stadtplanungsamt und Staatlichem Bauamt bestehe.

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Für die Bayreuther SPD ist das Thema Wohnen akut. „In Bayreuth spürt man Druck von allen Seiten“, stellt Stadträtin Dr. Beate Kuhn fest. Familien mit Kindern suchen Wohnraum, wir haben noch viele Flüchtlinge von 2015, die versorgt werden müssen, nun Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine. Auch interessant: Dürfen Vermieter wirklich die Wohnung des Mieters betreten? Das sagt ein Experte.

Die bayerische Staatsregierung habe 10.000 neue Wohnungen in fünf Jahren versprochen, merkt Kohnen an. Von Seiten der BayernHeim ist in Bayreuth bisher gar nicht passiert. Für die SPD-Stadträte und Kohnen ein Unding. Die Landtagsabgeordnete kündigt für das Areal und seine 400 angedachten Wohnungen an: „Wir werden weiter Druck machen!“


Von Jürgen Lenkeit
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