Bayreuth Tigers nach dem Fehlstart: Das sagt der Fanbeauftragte des Vereins

BAYREUTH. Die Eishockey-Saison der DEL2 läuft. Die Bayreuth Tigers sind mit sehr dürftigen Leistungen gestartet. Die anfängliche Euphorie bei Verein und Fans ist längst Ernüchterung gewichen.

Der Fanbeauftragte der Bayreuth Tigers Carsten Herrmannsdörfer, zieht für die Sonntagszeitung eine erste Bilanz nach den ersten Spielen in der DEL2.


Bayreuth Tigers: Fanbeauftragter kann Unmut der Fans verstehen

Carsten Herrmannsdörfer ist Fan der Bayreuth Tigers. Einer mit herausgehobener Stellung in der Bayreuther Eishockey-Community: Er ist Fanbeauftragter. „Ich bin Bindeglied zwischen der Geschäftsführung und den Fans. Ich kümmere mich um alle Fanbelange. Mit dem Verein bin ich jede Woche im Austausch, meistens mit Geschäftsführer Matthias Wendel.“ So beschreibt Herrmannsdörfer seine Aufgabe selbst.

Derzeit ist Herrmannsdörfer besonders gefragt bei den Fans. Aus den ersten vier Spielen holten die Tigers nur einen Sieg. Die „Euphoriewelle“, von der Geschäftführer Wendel gegenüber der Sonntagszeitung sprach, ist aktuell verflogen. Das fünfte Spiel bei den Dresdner Eislöwen am Freitag war bei Redaktionsschluss noch nicht beendet. Besonders schmerzlich aus Bayreuther Sicht: Das Oberfranken-Derby gegen die Selber Wölfe ging nach einem 2:5 auf eigenem Eis an den Rivalen. „Ich bekomme den Ärger mit. Ich verstehe die Fans“, konstatiert der Fanbeauftragte. Gerade die Niederlage gegen Selb habe „alte Wunden wieder aufgerissen“. „Der Selber Trainer Sergej Waßmiller, der uns 2016/17 in der ersten Bayreuther DEL2-Saison trainiert hat, bestätigte mir, dass die Bayreuth Tigers viel Potenzial haben“, so Herrmannsdörfer. „Auf dem Papier zumindest“, schiebt er hinterher.




Selber Trainer Waßmiller: Bayreuther Neuzugänge sind „Wahnsinn“

Der Kader der Bayreuth Tigers wurde vor der Saison runderneuert. Waßmiller nannte die Verstärkungen gegenüber Hermannsdörfer „Wahnsinn“, wie der Fanbeauftragte der Sonntagszeitung mitteilt. Zum Thema: Lern hier den Königstransfer der Bayreuth Tigers im Portrait kennen. „Die Mannschaft muss sich finden und eine gemeinsame Spielweise verinnerlichen. Von daher verstehe ich den Verein aber auch. Das Team braucht Zeit. Wohl ein bisschen mehr, als die Fans gehofft haben“, sagt Herrmannsdörfer als geduldiger Fan. Die Spieler hätten einiges drauf. Da hat der Fanbeauftragte Waßmiller als altem Bekannten nicht widersprochen. „Das muss nun aber auch abgerufen werden“, hofft nun wieder der Fan in Herrmannsdörfer.

Die deutliche Niederlage gegen Selb nennt er eine „Katastrophe“. Dieses Negativerlebnis müsse die Mannschaft nun aus den Köpfen bekommen. „Es kann nur besser werden“, sagt Herrmannsdörfer – und hofft gemeinsam mit den Fans auf Besserung.

jle