Wenn Plastik für einen guten Zweck wiederverwendet wird

BAYREUTH. Ab 28. Februar bis zum 3. März wird es eine Science Rallye geben, die mit sechs verschiedenen Stationen die Besucher aller Altersstufen Experimente selbst durchführen lassen und herausfinden lassen, welche Eigenschaften Kunststoffe haben.

Die Endstation der Rallye ist dann am 4. März das Bayreuther Stadtgespräch „Das Kunststoffalter: Unsachliche Berichterstattungen zum Thema Mikroplastik verunsichern Verbraucher. Was Forscher wirklich (nicht) wissen und zukunftsweisende Lösungsansätze“ im Iwalewahaus mit Prof. Dr. Christian Laforsch, Sprecher der SFB Mikroplastik und Mbongeni Richman Buthelezi, die über ihre Arbeit berichten.

Nach dem Bayreuther Stadtgespräch findet dann ab etwa 19.30 Uhr eine Auktion von „Wir helfen in Bayreuth“ statt. Der gemeinnützige Verein der Bayreuther Sonntagszeitung „Wir helfen in Bayreuth e.V.“, der Internationale Club der Universität Bayreuth e.V. und der Kunstverein Bayreuth starten 2020 erstmals ein gemeinsames Förderprojekt. Auktionsbeginn wird direkt nach den Bayreuther Stadtgesprächen sein und als Auktionator konnte Alt-Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl gewonnen werden.

Das Ziel der Auktion ist die Unterstützung der Familien internationaler Gastwissenschaftler an der Universität Bayreuth, indem ihnen eine Betreuung ihrer Kinder durch die Diakonie Bayreuth auch außerhalb der Regelzeiten von Kindergärten und Krippen ermöglicht wird.

Bei der Science Rallye kann man auch dem Künstler Mbongeni Richman Buthelezi live bei der Arbeit zuschauen, der aus Plastik Kunst entstehen lässt.

Mbongeni Richman Buthelezi ist ein Künstler aus Südafrika, der mit einer einzigartigen Technik arbeitet: Aus Plastikabfällen entstehen seine Werke, indem sie mit einer Wärmepistole auf einer Kunststoff-Folie aufgeschmolzen werden. So entsteht eine neue Form der Malerei, denn seine Werke sehen von weitem aus wie Ölgemälde. Buthelezis Kunst ist realitätsnah, aber auch abstrakt. Oftmals sind seine Werke eine Mischung aus seiner ländlichen Herkunft und seinem heutigen Leben in der Großstadt Johannesburg.

Am 27. Februar wird im Foyer des Iwalewahauses eine Veranstaltungsreihe in Zusammenarbeit mit Mbongeni Richman Buthelezi eröffnet. So kann man den Künstler hautnah bei seiner Arbeit begleiten und zusehen, wie er ein neues Werk aus Plastikmüll erschafft.

Die Veranstaltungsreihe wird zudem von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Sonderforschungsbereiches Mikroplastik der Universität Bayreuth begleitet, um den Besuchern zu zeigen, warum Kunststoffe wertvolle Materialien sind. Vor allem wird auch darauf eingegangen, warum unsachgemäßes Entsorgen von Einwegplastik zum Problem der Umwelt geworden ist.

jm