Ratgeber Haus & Garten: Umzug im Lockdown

BAYREUTH. Umziehen in Zeiten des Lockdowns? Kein Problem, wenn bestimmte Vorgaben beachtet werden. Hierzu informiert Christian Wedlich von der WEDLICH.Logistik-Transport-Umzug GmbH.
Grundsätzlich muss man bei Umzügen zwei Fälle unterscheiden. Wenn man einen Umzug privat durchführen und sich hierzu ein Umzugsfahrzeug leihen will, dürfen am Umzug nur die Mitglieder des eigenen Hausstandes plus eine Person aus einem weiteren Hausstand teilnehmen. Dies dürfte in vielen Fällen schwierig werden, da unter diesen Umständen zu wenige Personen als Helfer bereitstehen.

Alternative ist daher, eine Umzugsfirma zu beauftragen. Die beim Umzug beteiligten Mitarbeiter der Umzugsfirma zählen in diesem Fall als ein Hausstand, dazu dürfen die Mitglieder des beauftragenden Hausstandes mithelfen, zitiert Christian Wedlich eine Auskunft des Gewerbeaufsichtsamtes Bayreuth. Bei der Arbeit tragen die diesbezüglich geschulten Mitarbeiter der Umzugsfirmen natürlich Masken und halten die geltenden Corona-Hygieneregeln ein.

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Um den erforderlichen Aufwand für einen Umzug festzulegen, gibt es derzeit vier Möglichkeiten: Entweder eine persönliche Besichtigung durch Mitarbeiter der Umzugsfirma, natürlich unter Einhaltung der Masken- und Abstandsregeln. Möglich ist ferner eine Online-Umzugsanfrage mit Erfassung des Aufwandes über die Firmenhomepage. Speziell in der Corona-Zeit gefragt sein dürfte das Angebot einer Video-Zoombesichtigung. Bei dieser virtuellen Besichtigung wird mit im Rahmen eines Zoom-Meetings mit dem Smartphone durch die Räumlichkeiten gegangen und der Aufwand für den Umzug festgelegt. Ähnlich läuft auch die Variante „Mover-Scan“, einem geführten Rundgang durch die Wohnung, auf dessen Basis dann das unverbindliche Angebot errechnet werden kann. Die Erstellung aller Angebote ist kostenlos.

Derzeit führt die Umzugsabteilung der Firma Wedlich mit 15 festangestellten Mitarbeitern täglich zwei bis drei Umzüge durch. Das benötigte Kartonagenmaterial kann im Voraus geliefert und durch die Auftraggeber gepackt werden, auf Wunsch packen aber auch die Umzugsarbeiter die Kartons. Angeboten werden Festpreise für die Transportstrecke zwischen der Be- und Entladungsstelle, für das Be- und Entladen wird nach Zeitaufwand abgerechnet. Bei den Umzügen können bis zum sechsten Stock auch Außenaufzüge eingesetzt werden, falls die Hausaufzüge zu klein sind. Dies bringt letztlich auch Zeitersparnis. Auch Entrümpelungen oder Wohnungsräumungen werden in Lockdown-Zeiten durchgeführt.

In Zusammenarbeit mit dem Kooperationspartner Luitpold-Immobilien ist zudem ein Komplettangebot möglich, bei dem im Falle eines Immobiliengeschäftes die Umzugskosten zu einem gewissen Prozentsatz auf die Maklergebühren angerechnet werden.

red