Tigers verpassen den Anschluss an die Füchse

WEIßWASSER – Auf dem Weg in Richtung Heimrecht in den Playdowns hätten die Bayreuth Tigers in der DEL 2 mit einem Sieg bei den Lausitzer Füchsen einen Meilenstein setzen. Allein es wurde nichts: Am Ende verloren die Kujala-Schützlinge bei den Lausitzer Füchsen mit 3:5.

Die Wagnerstädter wachten dabei zu spät auf. Nach 49 Minuten lagen die Gäste in der Lausitz mit 0:5 zurück, ehe man den Turbo doch noch zündete. Zweimal Sebastian Busch und Ville Järveläinen trafen, sorgten für die ein oder andere Sorgenfalte bei den Gastgebern. Am Ende reichte es für die Füchse, die damit ihrerseits den Anschluss an die Pre-Playoff-Plätze halten. Die gute Nachricht für die Bayreuther kam aus Bad Nauheim. Dort behielt der EC gegen den EV Landshut mit 3:2 die Oberhand, der Rückstand der Tigers auf die Niederbayern beträgt damit weiterhin nur zwei Punkte.

Bei den Sachsen, die nach einer Negativserie zuletzt mit vier Punkten gegen Frankfurt am letzten Wochenende wieder einmal Selbstvertrauen tanken konnten, lieferten sich die Tigers mit den Hausherren einen impulsiven Fight. Es ging hin und her, zwei doppelte Strafzeiten unterstrichen auch die kämpferische Note im Spiel. Die weiterhin ohne sechs Akteure antretenden Bayreuther, die noch dazu im zweiten Drittel Henry Martens verletzungsbedingt ersetzen mussten, sahen sich angriffslustigen Füchsen gegenüber, Goalie Brett Jaeger hielt seinen Kasten aber schadlos, ehe seine Vorderleute langsam auch Akzente zu setzen wussten – ohne dass dies zählbares einbringen sollte.

Zweites Drittel als Genickbruch

Im Mitteldrittel ein ähnliches Bild: Weißwasser drückte – mit dem Unterschied, dass sich die Gastgeber jetzt auch belohnten. Ross, George und Boiarchinoc trafen zu einer scheinbar sicheren 3:0-Führung. „Weißwasser hat verdient gewonnen.Wir haben gut angefangen und die Situationen im ersten Drittel gut gelöst, was wir aber im zweiten Drittel nicht mehr geschafft haben”, so Trainer Petri Kujala nach Spielende. Erst als die Hausherren durch Nogard und Schwamberger vorentscheidend zuschlugen, lief auch die Tigers-Offensive. In Überzahl trafen Busch und Järveläinen, Sebastian Busch legte noch einmal nach – das war es aber auch.

 

Weißwasser: Cüpper, Zoschke –Keussen, Mik, Kuschel, Kania, Pozivil, Monteith, Granz(2)–Boiarchinov, Schwamberger, Murphy, Nogard(2), Farmer(2), Reichel, George, Ross(2), Breitkreuz, Karrer, Hammond, Andres

Bayreuth: Jaeger, Herden –Schmidt(2), Veisert, Karlsson(2), Grosse, Martens, Mannes –Gron(4), Rajala, Järveläinen, Kislinger, Kolozvary, Bernhardt, Neuert(2), Busch, Nijenhuis, Zimmermann Zuschauer: 2.633

Strafen: Weißwasser: 8, Bayreuth: 10; Powerplay: Weißwasser: 0/3, Bayreuth: 1/2

Tore: 1:0 (25.) Ross (Pozivil, Breitkreuz), 2:0 (34.) George (Breitkreuz, Mik), 3:0 (38.) Boiarchinov (Monteiht, Reichel), 4:0 (42.) Nogard (Murphy, Andres), 5:0 (50.) Schwamberger (Farmer, Breitkreuz), 5:1 (55.) Busch (Bernhardt, Karlsson), 5:2 (57.) Järveläinen (Rajala, Schmidt) PP1, 5:3 (58.) Busch (Mannes, Karlsson)

Andi Bär