Tigers schrammen an der Sensation vorbei

Es fehlten nur Nuancen und die Bayreuth Tigers hätten ihren Ruf als Angstgegner von Tabellenführer Kassel Huskies untermauert. Am Ende siegten die offensivstarken Hessen denkbar knapp mit 3:2, konnten das Schlussdrittel und damit das Spiel für sich entscheiden.

Järveläinen legt vor

Zwei Spieldrittel lang hieltensichdie Tigers die „Torfabrik“der Liga vom Hals und ließen nur sehr wenige echte Chancen zu, die der für den erkrankten Jaeger im Tor stehende Timo Herden alle zur Nichte machen konnte. Das Tor und damit die Führung nach acht gespielten Minuten, als Järveläinen einen Schuss von Schmidt geschickt abfälschte, tat ihr Übriges dazu. Die Tigers traten mit Selbstbewusstsein und großem Engagement gegen die gastgebenden Huskies an. So konnte auch derAusgleich durch Sheveryn,derkurz vor der ersten Pausevon der blauen Linie miteinem strammen Schuss traf, die Tigers nicht aus dem Konzept bringen. “Wir hätten den Deckel drauf machen können, was wir nicht gemacht haben”, so ein enttäuschter und doch zufriedener Trainer Petri Kujala im Anschluß an die Niederlage. Wohl wahr. Im Mitteldrittel agierten die Tigers defensiv weiterhin stark, Markus Lillich setzte vorne den entscheidenden Akzent und besorgte die neuerliche Führung – und zwar in einer Disziplin, die zuletzt nicht zu den Parademerkmalen der Bayreuther gehörte: Er traf in Überzahl.

Hier geht es zur Pressekonferenz nach dem Spiel

Zwei Fehler – zwei Gegentore

„Wir haben ein sehr gutes Auswärtsspiel gemacht. Eben bis auf zwei Situationen, wo wir Kassel zwei Tore serviert haben,” so Kujala hernach. In der Tat: Kassels Eigengewächs bekam das Spielgerät unter tatkräftiger Tigers-Mithilfe zweimal punktgenau serviert und drehte die Partie innerhalb von knapp zwei Minuten zugunsten der Gastgeber. „Gegen Bayreuth ist es immer schwer. Letztes Jahr haben wir 3 von 4 Spielen verloren. Sie spielen hart in der Defensive und hatten einen guten Torhüter. Teilweise haben sie uns richtig frustriert. Am Ende haben wir aber Charakter gezeigt und das Spiel noch drehen können“, zeigte sich Trainer Tim Kehler erleichtert über den knappen Sieg.

Kassel: Kuhn, Hungerecker –Shevyrin(2),Müller,Walters,Tramm (2)Walters, Dinger(2), Humphries(2), Tramm,-Burns, Kirsch, Christ, Duffy, Caroll(4), Spitzner(2), Moser, Karachun(2), Valentin, Mueller, Trivino, Bettahar

Bayreuth: Jaeger, Herden –Martens(6), Veisert, Schmidt, Rukajärvi(2), Mannes, Karlsson(2)–Rajala, Busch, Davidek, Kolozvary, Järveläinen, Bartosch, Richter, Lillich, Kronawitter, Gron(4), Kunz, Kolb, Zimmermann

Zuschauer: 2861

Strafen:

Kassel: 16 Bayreuth: 14

Powerplay: Kassel: 0/4, Bayreuth: 1/5

Tore: 0:1 (8.) Järveläinen (Schmidt, Gron), 1:1 (18.) Sheveryn (Bettahar, Burns), 1:2 (39.) Lillich (Gron, Karlsson) PP1, 2:2 (56.) Christ (Spitzner, Müller), 3:2 (58.) Christ (Walters, Müller)

Andi Bär