Tigers endlich wieder mit einem Dreier

BAYREUTH. Lange hat es gedauert, jetzt ist es soweit: Dank zweier starker Drittel und einer guten Moral haben sich die Bayreuth Tigers beim 3:2-Sieg über den EV Landshut erstmals seit dem zweiten Spieltag wieder einen dreifachen Punktgewinn gesichert und die rote Laterne in der DEL 2 nach Dresden weitergereicht.

Überzahlspiel als entscheidender Faktor

 

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Zum entscheidenden Faktor in einer hartumkämpften, von vielen fragwürdigen Schiedsrichterentscheidungen geprägten Partie avancierte das in dieser Saison lange ganz schwache Überzahlspiel. Nach einem was das Niveau angeht überschaubaren ersten Drittel waren es die Schützlinge von Ex-Nationalspieler Axel Kammerer, die ein Übergewicht verzeichneten. Das sollte sich im zweiten Drittel ändern. Und es gab eine Überraschung für die Bayreuther Fans. Die entscheidenden Vorteile verzeichneten die Tigers im Über- und im Unterzahlspiel. Das Penaltykilling der Hausherren war mitunter sehenswert, auch die Überzahlsituationen wurden im Gegensatz von vor zwei Wochen noch hervorragend gelöst. So war der erste Treffer von Tyler Gron in einer vier-gegen-vier-Matchsituation schon sehr ansehnlich, ehe das Powerplayspiel der Tigers griff. Vorher allerdings egalisierten die Landshuter mit einem durchaus fragwürdigen Penaltytreffer (30.). Markus Lillich konterte diesen Ausgleich postwendend keine drei Minuten später, als ein Schlagschuss des überragenden Simon Karlsson über den Umweg des Lillischen Schlägers den Weg ins Netz fand.

Schlussdrittel mit vielen Emotionen und einem überragenden Timo Herden

Bayreuths Anhänger, es waren erneut über 1600 in den Tigerkäfig geströmt, hatten im Schlussdrittel bange Minuten zu überstehen: Timo Herden im Kasten avancierte zum überragenden Akteur, parierte ein ums andere Mal sehenswert. Nach etwas mehr als sechs gespielten Minuten war er dann aber doch machtlos, als die Landshuter ein überragendes Break fuhren und Schmidtpeter ausgleichen konnte. Die Tigers zeigten sich davon nur wenig beeindruckt. Acht Minuten vor dem Ende war es der gut aufgelegte Ville Järvelainen, der in Überzahl von der blauen Linie abfasste und den vielumjubelten Siegtreffer markierte. “Wir waren heute etwas müde”, so Trainer Petri Kujala nach der Partie, “ich habe lange davon geträumt, dass unsere Specialteams ein Spiel entscheiden. Heute haben wir ein gutes Unterzahlspiel gezeigt und das Powerplay hat endlich Tore gebracht.”

Andi Bär