Kommunalwahl Bayreuth: Mit einer Wahlempfehlung!

BAYREUTH. Es ist der Aufreger in den vergangenen Tagen schlechthin: Vier Kandidaten, die bei der OB-Wahl am 15. März unterlagen, haben eine Wahlempfehlung für Thomas Ebersberger abgegeben. Die Unterstützer sehen mehr Gemeinsamkeiten mit seinen Themen und Inhalten. Er bringe in Zeiten wie diesen Berufs- und Verwaltungserfahrungen mit und zeige Führungsstärke.

Sowohl die Entscheidung über den neuen Landrat als auch über den/die neue(n) Oberbürgermeister(in) in Bayreuth fällt am Sonntag, 29. März, in einer Stichwahl. Parteien und Gruppierungen vertreten eine klare Position und geben Wahlempfehlungen. Das ist nicht unüblich, quer durch Bayern.

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Der Bayerische Rundfunk berichtet ebenso darüber, wie die Online-Ausgaben der jeweiligen Tageszeitungen. Kein Medium bezeichnet Wahlempfehlungen als verwerflich. In Bayreuth schlagen die Wellen der Empörung sich für einen Kandidaten auszusprechen, jedoch hoch – ein solches Vorgehen sei nicht legitim, verunglimpfe die amtierte Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe.

In Kulmbach tritt Ingo Lehmann von der SPD in der OB-Stichwahl gegen Amtsinhaber Henry Schramm (CSU) an. Bündnis 90/Die Grünen hat eine Wahlempfehlung für den SPD-Kandidaten Lehmann ausgesprochen. In Kulmbach offensichtlich kein ungewöhnlicher Vorgang und auch kein Aufreger. „Unser Gedankenaustausch hat gezeigt, dass wir in vielen Dingen nah beieinander liegen“, sagt Ingo Lehmann auf Nachfrage der Sonntagszeitung, „deshalb halte ich es für wichtig, dass die SPD und die Grünen am Tag der Stichwahl an einem Strang ziehen, um anstehenden Projekte gemeinsam angehen können“. Die Kulmbacher ticken da wohl anders. Ebenso die Bürger von Bad Reichenhall, Erding, Regensburg, Landshut, Neuburg an der Donau, um nur einige zu nennen. Auf den Online-Ausgaben der jeweiligen Tageszeitungen ist das nachzulesen.

gmu