Stefan Schuh wird OB-Kandidat des “Jungen Bayreuth”

BAYREUTH. Stefan Schuh, Fraktionschef des „Jungen Bayreuth“ bekundete am Freitag Abend bei einem Pressegespräch seine Bereitschaft zur Kandidatur für den Posten des Oberbürgermeisters.

Seit fast acht Jahren fehle unter der amtierenden Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe Führungsstärke im Rathaus, es werde mehr verwaltet als gestaltet, erklärte Christopher Süss, der stellvertretende Fraktionsvorsitzende des Jungen Bayreuth, einleitend.

„Ich stelle mich mit 35 Jahren der Aufgabe. Viele der bereits nominierten Bewerber können aufgrund ihres Alters nach den gesetzlichen Bestimmungen nur noch sechs Jahre als OB agieren, ich kann als junger Kandidat mit Erfahrung in der Verwaltung, Privatwirtschaft und im Ehrenamt hingegen eine langfristige Sicht auf die Dinge haben“, erklärte Stefan Schuh.

Als Schwerpunkte seines Programmes sieht der Diplom-Mathematiker, der bei TenneT beschäftigt ist, die Kinderbetreuung. Die Stadt Bayreuth sei im Gegensatz zur Meinung der Stadtverwaltung in der Pflicht, Kinderbetreuungsplätze auf Vorrat vorzuhalten. Auch die Betreuungsqualität müsse optimiert werden. Den bei den Schulen besonders hohen Investitionsstau gelte es abzubauen. Reparaturen an Bestandsgebäuden müssten rechtzeitig durchgeführt werden. Wenn erst eine Generalsanierung unumgänglich werde, sei es zu spät.

Außerdem gelte es, die Digitalisierung planmäßig zu forcieren – sowohl innerhalb der Verwaltung als auch nach außen mit der Möglichkeit für die Bürger, möglichst viele Behördengänge online zu erledigen. Ziel von Stefan Schuh ist es zunächst einmal, beim ersten Wahlgang der Oberbürgermeisterwahl am 15. März die Stichwahl zu erreichen. Bislang haben sich sechs Kandidaten gefunden, die Amtsinhaberin Brigitte Merk-Erbe herausfordern – so viele Bewerber wie noch nie zuvor bei einer OB-Wahl.  rs