BAYREUTH. Der Jugendausschuss der Stadt Bayreuth hat am Montag (15. Mai 2023) dafür gestimmt, Kindertagesstätten selbst zu betreiben, wenn sich kein Träger finden sollte.
Der Stadtrat entscheidet am 24. Mai final über die Empfehlung des Ausschusses. Der Antrag stammt von der Fraktion Junges Bayreuth (JB).
Der JB-Fraktionsvorsitzende, Christopher Süss, sieht im Votum des Fachausschusses einen großen Erfolg für junge Familien in Bayreuth: „Wir haben nun endlich eine offizielle Garantie der Verwaltung, dass sie im Zweifel selbst für die Kinderbetreuung einspringt. Das ist eine wichtige Botschaft. Bayreuth erkennt zunehmend den Stellenwert von Kinderbetreuung als kommunale Aufgabe an.“
Für die Kinderbetreuung sind in Deutschland grundsätzlich die Kommunen verantwortlich. Sie sind dafür zuständig, die Betreuung sicherzustellen und finanzieren Kindertagesstätten aus öffentlichen Mitteln. Der laufende Betrieb wird meist von sogenannten freien Trägern übernommen. Dabei handelt es sich etwa um Organisationen wie die AWO oder die Diakonie. Diese sind auch Arbeitgeber der Kita-Mitarbeitenden. Würde sich für den Betrieb einer Kita kein solcher freier Träger finden lassen, so müsse in Bayreuth die Stadt selbst einspringen und die Kita selbst betreiben - so der Beschluss des Jugendausschusses.
Das letzte Wort hat dann der Gesamtstadtrat wenige Tage später. Eine Zustimmung gilt als sehr wahrscheinlich.