BAYREUTH. Nach über sechs Monaten stand für die SpVgg Bayreuth am Samstag endlich wieder ein Pflichtspiel an. Zum Start gab es vor 780 Zuschauern gegen Eichstätt ein 2:2, das allerdings sehr beachtlich ist, da die Gastgeber mehr als 80 Minuten in Unterzahl auskommen mussten.

Schockstart für Bayreuth: Rot für Weber

Nach über sechs Monaten stand für die SpVgg Bayreuth endlich wieder ein Pflichtspiel an. Das Knistern im Stadion war zu spüren, alle Zuschauer freuten sich nach langer Zeit auf diesen ersehnten Moment. Doch die Partie begann mit einem Schock für die Altstadt, denn Weber sah nach nur neun Minuten nach einer Notbremse gegen Eberle den roten Karton. Anschließend prüften die Gäste SpVgg-Keeper Kolbe zweimal per Freistoß, aber der Schlussmann war sowohl gegen Heinloth (9.) als auch gegen Eberle (17.) auf dem Posten.

Der Kapitän geht voran – Premiere für Ziereis

Nach der roten Karte gegen den Innenverteidiger wechselte Coach Timo Rost im Übrigen nicht, Kracun rückte von der Sechs eins nach hinten und Kapitän Knezevic (Makarenko saß nur auf der Bank) ließ sich ins Mittelfeld fallen. Und man merkte nicht, dass die Hausherren ein Mann weniger waren, denn die Heimmannschaft, die erstmals im neuen schwarzen Eventttrikot auflief, hatte mehr vom Spiel. Nollenberger scheiterte an Gästekeeper Junghan (23.) und Knezevic wurde geblockt (26.). Aber in der 29. Minute ging Bayreuth verdient in Führung – und der Kapitän war zur Stelle: Über Umwege kam der Ball am Sechzehner zu Knezevic, der ins rechte Eck traf. Eichstätt war in Überzahl überraschend passiv, die SpVgg war klar besser, Ziereis verfehlte per Kopf knapp (41.). Aber nachdem Kolbe gegen Federl gerettet hatte (45.) kam der Neuzugang zu seinem ersten Pflichtspieltreffer für den neuen Verein: Ziereis verwandelte einen an Nollenberger verursachten Elfmeter sicher zur 2:0-Pausenführung (45.+2).

Eichstätt sichert sich einen Punkt

Der erste Abschluss nach der Pause ging auf das Bayreuther Konto, Kracuns Freistoß aus aussichtsreicher Position ging allerdings drüber (58.). Aber die Gäste wurde nach etwa einer Stunde zwingender – und belohnten sich prompt: Federl nickte zum 1:2 ein (61.). Eichstätt war nun am Drücker, doch die Altstadt hatte die Riesenchance zum vorentscheidenden 3:1, doch Nollenbergers Schuss ging nur an den Innenpfosten (74.). Die Gäste hingegen hatten auch eine Großchance, Eder rettete gegen Federl auf der Linie (79.). Kurz danach war wieder Gleichzahl am Feld, Schraufstetter sah die Ampelkarte wegen Meckerns. Weiter ging es mit zehn gegen zehn – und einer bitteren Aktion aus Sicht der Oberfranken: Kracun rutschte das Leder über den Spann ins eigene Netz – 2:2 (85.). Da Wolfs Schuss kurz vor dem Ende entschärft wurde (88.), blieb es beim Remis, das aus Sicht der Bayreuther aufgrund der langen Unterzahl durchaus beachtlich ist.

ms