SpVgg Bayreuth: Meister soll durch Play-offs ermittelt werden

BAYREUTH. Es kommt mehr und mehr Klarheit in den Ablauf der kommenden Saison. Am Donnerstag hat der Bayerische Fußball-Verband (BFV) nun den Weg für Play-offs am Ende der Spielzeit geebnet.

Am Donnerstag wurde zunächst beschlossen, dass Drittliga-Aufsteiger Türkgücü München satzungsgemäß aus der Wertung der laufenden Spielzeit 2019/2020 genommen wird. Damit gilt der Klub ab sofort nicht mehr als Teilnehmer der Regionalliga Bayern. Zudem hat der BFV-Vorstand formal die Entscheidung getroffen, dass die Saison 2019/20 der Regionalliga Bayern fortgesetzt wird und entsprechend der gültigen Regionalligaordnung die von Türkgücü oder dessen bisherigen Gegnern erzielten Punkte und Tore gestrichen werden. „Die Statuten sind hier klar und alternativlos“, sagt der für den Spielbetrieb in Bayern zuständige BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher.

Play-offs sollen Meister ermitteln

Außerdem wurde entschieden, dass am Ende der Saison Play-offs darüber entscheiden werden, wer denn im Sommer 2021 an der Aufstiegsrelegation zur 3. Liga teilnehmen darf. Der BFV-Vorstand hat hierfür formell den Weg geebnet. Dies war ausdrücklicher Wunsch der Klubs. Damit kann jetzt der genaue Modus festgelegt werden. „Wir werden die sicherlich attraktiven Play-offs nach Abschluss der regulären Saison spielen. Letztlich müssen jetzt die genauen Kriterien noch zusammen mit den Vereinen festgelegt und statuarisch verankert werden. Klar ist, dass nur Teams daran teilnehmen können, die sportlich mindestens Tabellenplatz 1 bis 4 belegen und zudem auch einen Lizenzantrag für die 3. Liga 2021/22 gestellt haben“, betont Verbandsspielleiter Josef Janker.

 

 

Neuer spielender Co-Trainer für die Zweite

Derweil gab die SpVgg Bayreuth am Donnerstag bekannt, dass es einen neuen spielenden Co-Trainer für die zweite Mannschaft geben wird. Zu Beginn der Woche begrüßte der neue Trainer Tomislav Piplica die Altstädter U 23 zur ersten gemeinsamen Trainingseinheit. Mit dabei war auch Rückkehrer Sebastian Lattermann, der den ehemaligen Keeper als Co-Trainer unterstützen und außerdem als Spieler auflaufen wird. Während der Ex-Cottbuser seine ersten Schritte auf der Jakobshöhe machte, war Lattermann die Umgebung um einiges vertrauter. “Hier habe ich quasi mein halbes Fußballleben verbracht”, erzählte er bei der anschließenden Vorstellungsrunde im Kreis der Altstädter Kicker.

Einige Angebote für das Altstädter Eigengewächs 

Als Altstädter Eigengewächs kickte er einst in der Bayernliga, ehe er sich 2012 auf den Weinberg nach Neudrossenfeld verabschiedete. Mit 26 Toren wurde er dort in der Saison 2016/17 im TSV-Trikot sogar Torschützen-König in der Landesliga. Nach acht Jahren in Neudrossenfeld und Deisenhofen kickt der 29-jährige Offensivallrounder nun aber wieder auf der Jakobshöhe – das steht nunmehr fest. „Ich weiß es auch erst seit ein paar Tagen“, grinste Lattermann nach seiner ebenso überraschenden wie kurzfristigen Rückkehr. Angebote lagen ihm schließlich einige vor. Denn die Offensivqualitäten des Angreifers, der seit mehreren Jahren auch die Trainerlizenz in der Tasche hat, sind unbestritten. Wenig überraschend klopften daher zahlreiche Vereine in den letzten Monaten bei ihm an, nachdem der studierte Pädagoge in Neudrossenfeld nicht mehr regelmäßig im Aufgebot stand. Im Rahmen des Trainingsauftakts wurde der Ex-Neudrossenfelder der jungen U-23-Elf als neuer Co-Trainer vorgestellt. Der Rückkehrer war dabei aber bemüht, die Erwartungen an ihn zu drücken: “Ich habe seit einem Dreivierteljahr kein Fußball mehr gespielt.” Fit wirkte der Angreifer dennoch wie eh und je. Als spielender Co-Trainer soll er die junge Elf zukünftig auf dem Spielfeld anführen. Andernfalls eben Piplica in seiner Arbeit unterstützen.

ms