SpVgg Bayreuth: “Das passt für mich nicht zusammen”

BAYREUTH. Am Samstag steht für die SpVgg Bayreuth bereits der Ligapokal an. Dass der Termin jetzt noch vor den Playoffs gewählt wurde, wirft bei der Altstadt durchaus die ein oder andere Frage auf.

Noch bevor am Dienstag für die Bayreuther die Playoffs um die Meisterschaft in der Regionalliga Bayern in Schweinfurt losgehen, steht am Samstag ein Pokalspiel in Aschaffenburg auf dem Programm. Ab 14 Uhr kämpfen Timo Rost und seine Schützlinge um den Einzug ins Halbfinale des Ligapokals. „Wir haben das schon mit Verwunderung wahrgenommen, dass wir gleich am Samstag im Ligapokal spielen, da wir am Dienstag darauf ja in Schweinfurt die Playoffs eröffnen”, sagt Timo Rost über den Zeitpunkt des Spiel. Der Plan vom Bayerischen Fußballverband war eigentlich, den letzten Playoff-Spieltag, an dem die Altstadt ohnehin in Aschaffenburg spielt, auch als Ligapokal zu werten.

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“Dem haben wir zugestimmt und Aschaffenburg nicht. Vor vier Wochen sind wir in einer Sitzung Aschaffenburg noch entgegengekommen und haben zugestimmt, dass wir, anstatt wie ursprünglich festgelegt Aschaffenburg, am Dienstag die Playoffs in Schweinfurt eröffnen, sodass Aschaffenburg noch eine Woche länger Vorbereitungszeit bekommt. Dem sind wir aus Fairnessgründen entgegengekommen. Und jetzt wollen sie unbedingt am Samstag spielen. Das passt für mich nicht zusammen. Schade auch, dass der BFV jetzt eingeknickt ist.”

Alle brennen auf den Start

Aber der Termin steht und so müssen die Altstädter wenige Tage vor der Partie in Schweinfurt nun in Aschaffenburg ran. Im Lager der Gelb-Schwarzen sind sie trotz des Ärgers wegen des Termins alle heiß auf den Start. Das letzte Pflichtspiel absolvierte die SpVgg Ende Oktober beim 2:1 gegen Eichstätt. “Wir freuen uns aber trotzdem extrem, dass es endlich wieder losgeht. Wir haben insgesamt zwei Möglichkeiten, den DFB-Pokal zu erreichen. Das ist für uns ein sehr erstrebenswertes Ziel. Wir hatten jetzt lange Pause und sind alle immens heiß, endlich wieder Fußball zu spielen”, schaltet Rost in den Wettkampfmodus und fügt in Bezug auf seine Jungs an: „Ich bin wirklich sehr angetan von den Jungs, jeder einzelne haut sich voll rein. Du merkst einfach, dass es an der Zeit ist, dass die Spiele wieder losgehen. Wie das die Jungs in dieser schwierigen Zeit gemacht haben, ist wirklich beeindruckend und freut mich sehr.“

Zwei Chancen auf den DFB-Pokal

Sollte die Altstadt im Ligapokal jetzt im Viertelfinale, oder aber auch später im Halbfinale oder Finale scheitern, gibt es noch eine weitere Chance, sich für den DFB-Pokal in der kommenden Saison zu qualifizieren. Der Weg würde dann über den Toto-Pokal führen. In diesem Wettbewerb steht Drittligist Türkgücü München bereits im Viertelfinale. Mit Eintracht Bamberg und dem TSV Abtswind haben sich zwei von 24 im Wettbewerb verbliebenen Klubs von der Bayernliga abwärts für eine weitere Teilnahme ausgesprochen. Aufgefüllt wird der Wettbewerb dann von Regionalligisten, die im Ligapokal ausgeschieden sind und dazustoßen.

ms