Sieg in Landshut verbessert die Ausgangsposition für die Tigers weiter

LANDSHUT – Die Bayreuth Tigers haben ihre Pflicht erfüllt: Durch den 3:1-Auswärtssieg beim EV Landshut haben die Wagnerstädter in der DEL 2 ihre Hoffnung auf den zehnten Rang und damit den Einzug in die Pre-Playoffs aufrechterhalten. Da gleichzeitig der ESV Kaufbeuren, am Freitag Gastgeber für die Tigers, die Bietigheim Steelers nach 0:2-Rückstand noch mit 6:4 besiegte, sind die Kujala-Schützlinge aber auf Schützenhilfe angewiesen und können auch mit sechs Zählern am finalen Vorrundenwochenende das Ziel nicht mehr aus eigener Kraft erreichen.

In Landshut präsentierten sich die Bayreuth mit dem Selbstvertrauen aus sechs Siegen in Folge gut aufgelegt und nutzten die erste Gelegenheit zur Führung: Ville Järveläinen war es, der in der zehnten Minute traf. Effektiv. Nur zweimal zielten er und seine Nebenleute im ersten Drittel auf den Landshuter Kasten, überstanden aber auch – wie zuletzt schon zweimal gegen Dresden – eine doppelte Überzahl unbeschadet. Wesentlich stabiler präsentierten sich die Gäste im zweiten Abschnitt. Auch vom Ausgleich durch Landshuts Matthieu Pompej ließen sich die Tigers nicht aus der Ruhe bringen und ausgerechnet ein “Landshuter Bub” sorgte für die neuerliche Führung. Sebastian Busch, aus der Jugend des EVL hervorgegangen, sandte zum 2:1 ein. “Im fünf gegen fünf haben wir das richtig gut gespielt”, so Trainer Petri Kujala nach Spielende, “für uns war das natürlich ein sehr, sehr wichtiger Sieg.”

Lillichs Hammer als Vorentscheidung

Im Schlussdrittel stemmte sich der Tabellenvorletzte aus Landshut gegen die Niederlage, Bayreuth konnte vor seinen zahlreich mitgereisten Schlachtenbummlern abwarten, den Gegner in dessen Angriffsphasen häufig auf die Außenpositionen drängen und auf den vorentscheidenden Treffer lauern. Und der fiel auch. Und wie! Markus Lillich nahm sich aus der Ecke des Angriffsdrittel ein Herz und wuchtete den Puck an Freund und Feind vorbei ins Kreuzeck – der Bayreuther Jubel kannte keine Grenzen. Mit nur weiterhin vier Zählern Rückstand auf die Dresdener Eislöwen, die Bietigheim Steelers und den ESV Kaufbeuren haben die Tigers die Trümpfe nicht mehr in der eigenen Hand. Gewinnen alle drei Teams eine der finalen beiden Partien – dann wäre der fulminante Saisonendspurt der Kujala-Truppe nur wertvoll, was das Selbstvertrauen für die Playdowns angeht, in denen man aller Voraussicht nach Heimrecht hätte. Aber daran mag derzeit in Bayreuth niemand denken. Zumal man es in Kaufbeuren in der Hand hat, einen der direkten Konkurrenten in ein moralisches Tief zu stürzen.

Landshut: Pätzold, Hübl –Kronthaler(2),Ostwald, Sedlar, Dersch, Messing(2), Zimmermann, Bohac–Brandl (2),Hofbauer, Fischhaber, Ehl, Trinkberger, Schmidpeter, Löfquist, Baßler, Czarnik, Forster(4),Pompei(2), Plihal

Bayreuth: Herden, Jaeger –Veisert(2),Grosse, Schmidt, Davis, Karlsson, Mannes –Rajala(4),Busch, Davidek(2), Neuert, Kolozvary, Järveläinen(2), Lillich(2), Zimmermann, Gron(2), Kunz

Zuschauer: 2.645; Strafzeiten: Landshut: 12, Bayreuth: 14; Powerplay: Landshut: 1/5, Bayreuth: 0/4

Tore: 0:1 (10.) Järveläinen (Gron, Karlsson), 1:1 (27.) Pompei (Czarnik) PP1, 1:2 (31.) Busch (Kunz, Lillich), 1:3 (54.) Lillich (Kolozvary, Karlsson)

Andi Bär