BSC Saas Bayreuth: Jetzt zeigen, dass man zusammenhält

BAYREUTH. Auch für alle Sportvereine ist die aktuelle Situation natürlich sehr besonders und war noch nie da. Wir wollen für Euch ein paar Stimmen einfangen und haben uns exklusiv mit Sandro Kolb, dem 1. Vorstand von Saas Bayreuth, unterhalten.

Hallo Sandro, wie ist bei euch aktuell der Stand der Dinge?
Wir haben sämtliche Trainingseinheiten abgesagt. Der Spielbetrieb ist ja sowieso aktuell ausgesetzt. Der Verein und ich als Vorstand wollen keinen gefährden, es soll sich keiner anstecken. Das Gefährlichste sind ja nicht mal die Kinder selbst, sondern die Mitmenschen, die älter sind oder Probleme haben und sich anstecken könnten.

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Ruhen aktuell alle Abteilungen?
Wir haben im kompletten Verein das Training abgesagt. Es gibt von mir aus die Anweisung zur höchsten Vorsicht. Unser Sportheim ist aktuell auch zu, das war unser Mittelpunkt, wo du dich immer getroffen hast. Hier wurde das Vereinsleben gepflegt. Das ist jetzt vollkomen ausgeschaltet. Aber natürlich halten wir uns an die Vorgaben.

Glaubst du, diese Saison kann nochmal Fußball gespielt werden?
Ich denke eher nicht. Meine Einschätzung ist, dass eher alles abgebrochen wird. Auf Kreisebene bin ich mir fast sicher. Klar gibt es noch Hoffnung, bist jetzt ist auch noch nichts komplett abgesagt. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass weitergespielt wird.

Welche Option ist jetzt am besten?
Ich bin dafür, die nächsten zwei, drei Wochen noch abzuwarten und zu sehen, wie es sich entwickelt hat. Dann soll frühzeitig eine klare Entscheidung getroffen werden. Es ist sehr wichtig, höchste Vorsicht walten zu lassen. Wenn es dann wieder eine eher unklare Entscheidug gibt, fände ich das eine Frechheit. Aber das muss der Verband regeln.

Rechnest du mit weitreichenden Folgen für den Verein durch das Virus?
Auf jeden Fall ist es momentan nicht gut für das Vereinsleben. Aber man kann zum Beispiel auch innerhalb des Verein jetzt zeigen, dass man zusammenhält. Gerade was die älteren Personen angeht. Sie brauchen Unterstützung wie zum Beispiel Heimdienste. Oder einfach mal beim Nachbarn nachfragen. Die soziale Ader eben zeigen und für den anderen da sein, auch was den Verein angeht. Meine Devise ist: Klar ist es scheiße, aber wir halten trotzdem zusammen. Und du kannst die Leute, die gefährdet sind, immer unterstützen.

Das Gespräch führte unser Redakteur Mirko Strässer