Etwa 3.000 Patientinnen und Patienten behandelt das Team der Klinik für Kardiologie um Prof. Dr. Christian Stumpf (links) jährlich in den insgesamt drei Herzkatheterlaboren am Klinikum.

Weniger Strahlung, aber eine bessere Bildqualität. Die Anforderungen an die neue Herzkatheteranlage der Klinik für Kardiologie an der Klinikum Bayreuth GmbH waren hoch. Sie sind erfüllt. Jetzt ist das hochmoderne Gerät in Betrieb gegangen.

Prof. Dr. Christian Stumpf und sein Team sind TAVI-Profis. TAVI steht für Transcatheter Aortic Valve Implantation. Die Herzklappenprothese wird über einen kleinen Zugang mittels Katheter implantiert. Von diesem Verfahren profitieren vor allem Patientinnen und Patienten mit einer hochgradigen Aortenklappenstenose, die einen Herzklappenersatz benötigen, bei denen aber das Risiko eines klassischen Aortenklappenersatzes durch eine Operation zu hoch ist. Dies ist nicht die einzige Einsatzmöglichkeit des neuen, gut eine Million Euro teuren Gerätes.

„Wir können damit die Herzkranzgefäße des Patienten darstellen, Engstellen erkennen und mit Hilfe von Stents, die wir per Katheter über eine Arterie am Handgelenk oder an der Leiste einbringen, aufdehnen“, sagt Prof. Dr. Stumpf, Direktor der Klinik für Kardiologie.

Selbst Herzschrittmacher lassen sich auf diese Weise implantieren. Rund um die Uhr an allen Tagen des Jahres ist das Herzzentrum der Klinikum Bayreuth GmbH mit seinen drei Herzkatheterlaboren besetzt. Pro Jahr profitieren davon etwa 3.000 Patientinnen und Patienten – auch und gerade diejenigen, die einen Herzinfarkt erlitten haben.

Eines der drei Geräte ist jetzt gegen ein brandneues ausgetauscht worden. Prof. Stumpf ist begeistert von dessen Leistungsfähigkeit. „Die Philips-Anlage vereint eine geringere Strahlenbelastung für den Patienten und die Mitarbeiter im Herzkatheterlabor, mit einer deutlich besseren Bildgebung.“

Den Katheterdraht führen Dr. Stumpf und sein Team im Körperinneren an die richtige Stelle. Sie sind darauf angewiesen, dass ihnen der Monitor ein möglichst optimales Bild übermittelt. Das tut die neue Anlage. So liefert sie etwa digitale Bildvergrößerungen ohne zusätzliche Strahlung. Und: Eine spezielle Software individualisiert die Röntgenstrahlung exakt auf das für den Patienten notwendige Maß.

Damit wird der im Vergleich zu konventionellen Operationen ohnehin schonende Eingriff ein weiteres Stück schonender. Das Mortalitätsrisiko liegt bei unter einem Prozent. „Gerade für Patientinnen und Patienten, für die eine vergleichsweise belastende Operation nicht in Frage kommt, ist das eine gute Nachricht“, sagt Prof. Dr. Stumpf.

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Klinikum Bayreuth GmbH
Klinik für Kardiologie, Angiologie und Internistische Intensivmedizin
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