Polizei in Bayreuth: Spielekonsole aus dem Fake-Shop

BAYREUTH / OBERFRANKEN. Mit der für November 2020 erwarteten neuen Version einer Spielkonsole locken Betrüger derzeit in ihren Fake-Shops im Internet. Eine Bayreutherin wurde beinahe Opfer. Die Oberfränkische Polizei warnt vor Fake-Shops und gibt wichtige Tipps.

Fake-Shops sind betrügerisch angelegte Online Shops, die meist nur für wenige Tage online sind und Produkte meist zu vergünstigten Preisen anbieten. Nach einer Zahlung mittels Vorauskasse, bei der auch die Konto- bzw. Kreditkartendaten angegeben werden müssen, wird die versprochene Ware nicht geliefert und der Shop verschwindet wieder aus dem Internet.

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Bis vor einiger Zeit waren Fake Shops vielfach am fehlenden Impressum, keinen Angaben im Bereich der Allgemeinen Geschäftsbedingungen oder an Rechtschreibfehlern verhältnismäßig einfach zu erkennen. Inzwischen gehen die Betrüger jedoch immer professioneller vor.

Kürzlich wollte die Frau aus Bayreuth die neue Spielkonsole im Internet vorbestellen. Auf der Seite eines Online-Shops sollte sie dafür die Summe von mehreren hundert Euro per Vorkasse überweisen. Allerdings rief die Frau zuvor eine auf der Website angegebene Telefonnummer an und kam bei einer ganz anderen Firma heraus. Wie sich zeigte, hatten die Betreiber des Fake-Shops einfach die fremde Telefonnummer bei sich vermerkt. Polizeiliche Ermittlungen zeigten zudem, dass auch die auf der betrügerischen Internetseite angegebene Bankverbindung immer wieder unterschiedlich war.

Die Oberfränkische Polizei rät:

  • Seien sie misstrauisch bei einem außergewöhnlich günstigen Angebot.
  • Bezahlen Sie nicht mittels Überweisung (Vorauskasse).
  • Seien Sie besonders vorsichtig, wenn die Vorauskasse auf ein ausländisches Konto gezahlt werden soll.
  • Seriöse Shops bieten meist auch einen Bezahlservice oder Möglichkeiten mit Käuferschutz an.
  • Zwar gibt es keine einheitlichen Gütesiegel für Online-Geschäfte, sie können aber eine gewisse Orientierung beim Online-Kauf geben, ersetzen aber keines Falls eine gesunde Portion Misstrauen.
  • Überprüfen Sie den Namen des Shops über eine Suchmaschine im Internet (kombinieren Sie auch den Namen des Shops mit den Wörtern „Erfahrungen“ oder „Betrug“).
  • Wenn Sie dennoch Opfer eines „Fake-Shops“ geworden sind und bereits eine Zahlung geleistet haben, informieren Sie umgehend Ihre Bank, die Zahlung rückgängig zu machen. Bewahren Sie alle Belege Ihrer Bestellung auf und erstatten Sie Strafanzeige bei der Polizei.

red