Polizei Bayreuth: Die Soko ermittelt in alle Richtungen

Update 16. Dezember – 11.00 Uhr

BAYREUTH. Im Fall des 24 Jahre alten Fahrradfahrers, der in der Nacht zum Mittwoch des 19. August 2020 im Stadtteil Oberkonnersreuth Opfer eines Gewaltverbrechens wurde, veröffentlicht die Soko Radweg nun weitere Informationen und bittet erneut um Hinweise aus der Bevölkerung.

Der getötete junge Mann wurde am 19. August 2020, gegen 0.45 Uhr, von Passanten auf dem Fuß- und Radweg zwischen der Dr.-Konrad-Pöhner-Straße und der Fraunhoferstraße entdeckt. Wie sich im Rahmen einer Obduktion herausstellte, starb der 24-Jährige aufgrund massiver Gewalteinwirkung unter Einsatz eines Messers. Die über 30-köpfige Sonderkommission bei der Kripo Bayreuth und die Staatsanwaltschaft Bayreuth ermitteln seitdem unter Hochdruck nach dem bislang unbekannten Täter.

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Zahlreiche Hinweise aus der Bevölkerung

Aufgrund der Zeugenaufrufe in den Medien gingen bei der Soko bereits viele Hinweise aus der Bevölkerung ein. Der überwiegende Teil hiervon ist inzwischen überprüft und abgearbeitet. Dadurch gelang es der Kriminalpolizei Bayreuth, den Vorfall vom späten Nachmittag des 18. August 2020 im Stadtteil Kreuz aufzuklären, bei dem ein Mann mit einem Hammer schwingend einer weiteren Person hinterherlief. Gegen den 30-jährigen Bayreuther wurden Strafverfahren wegen Körperverletzungsdelikten und Bedrohung eingeleitet. Ein Zusammenhang mit dem Mord besteht nach derzeitigem Ermittlungsstand nicht.

Weiterhin werden die von den Kriminalbeamten am Tatort gesicherten Spuren beim Bayerischen Landeskriminalamt und zum Teil auch beim Rechtsmedizinischen Institut in Erlangen untersucht. Bei einigen Hinweisen und Spuren nimmt die Auswertung viel Zeit in Anspruch und dauert deshalb noch an. Zudem unterstützten Beamte des Bayerischen Landeskriminalamtes am Tatort mit einem speziellen 3D-Scanner. Mit diesem Verfahren erhalten die Ermittler auch wichtige Hinweise zum Tatort und dem möglichen Ablauf des Verbrechens.

Im Zuge der bisherigen Ermittlungen erlangten die Kriminalbeamten außerdem Erkenntnisse, dass sich weitere Personen während des tatrelevanten Zeitraumes im Bereich um den Tatort bewegten. So beschrieben bereits vernommene Zeugen Radfahrer, Fußgänger und Autofahrer, die sie in diesem Umfeld wahrgenommen hatten. Diese Personen haben sich jedoch bislang noch nicht bei der Polizei gemeldet. Auch wenn solche Personen vermeintlich keine Feststellungen getroffen haben, können alle Angaben potentieller Zeugen für die Ermittlungen von Bedeutung sein.

Hammerkopf am Tatort entdeckt

Besondere Fragen wirft bei den Ermittlern zudem ein Hammerkopf auf, der von den Einsatzkräften in der Tatnacht unmittelbar am Fundort der Leiche entdeckt wurde. Dabei handelt es sich um den 500 Gramm schweren Kopf eines älteren Schlosserhammers. Auffällig sind die Reste der silbernen Lackierung, die sich an Ober- und Unterseite  finden. An der Spitze der Finne und an der Seite der Finne fanden sich rötliche Lackanhaftungen. Auffällig ist auch die Abplatzung an der, von hinten gesehen, rechten Kante der Schlagfläche. Der Stiel des Hammers fehlt.

Inwieweit dieser Hammerkopf mit dem Gewaltverbrechen allerdings in Verbindung steht, ist noch Gegenstand der Ermittlungen.

Die Kriminalbeamten erhoffen sich deshalb mit der Veröffentlichung der Fotos dieses Hammerkopfes weitere wichtige Hinweise für die Ermittlungsarbeit und fragen:

  • Wer kann Angaben zu dem abgebildeten Hammerkopf mit den beschriebenen Auffälligkeiten machen?
  • Wer kann den Hammer einer Person zuordnen?
  • Wem ist der Hammerkopf eventuell schon vor dem 19. August 2020 an dem Radweg aufgefallen?
  • Wer war in der Zeit von Dienstag, 18. August 2020, ab 23 Uhr, bis Mittwoch, 19. August 2020, zirka 1 Uhr, im Bereich des Tatortes nahe Oberkonnersreuth, Storchennest und der Hohlmühle unterwegs?
  • Wer war in der Zeit von Dienstag, 18. August 2020, ab 23 Uhr, bis Mittwoch, 19. August 2020, zirka 1 Uhr, im Bereich des letzten Aufenthaltsortes des Opfers, Nähe Emil-Warburg-Weg, Universitätsstraße sowie am Unigelände unterwegs?
  • Wer kann sonst sachdienliche Hinweise zur Aufklärung des Tötungsdeliktes geben?

Hinweise nimmt die Soko Radweg unter der Tel.-Nr. 0921/506-2444 entgegen.

red

Update 28.August – 12.20 Uhr

BAYREUTH. Nach dem Gewaltverbrechen vergangene Woche in Bayreuth informieren die Soko und die Staatsanwaltschaft Bayreuth über den aktuellen Stand der Ermittlungen. Sie bitten die Bevölkerung um weitere Hinweise. Noch hat die Polizei keine heiße Spur, die zum Mörder von Daniel W. führt. Der Körper des 24-Jährigen wies tödliche Verletzungen auf, die ihm mit einem Messer zugefügt wurden. Außerdem wurde ein Hammer am Tatort gefunden. Ob es sich um Totschlag oder um Mord handelt, ist bisher noch nicht klar.

Das 24-jährige Opfer startete in der Nacht zum Mittwoch, dem 19. August 2020, gegen Mitternacht mit seinem Fahrrad aus dem Emil-Warburg-Weg im Bayreuther Stadtteil Birken. Um 0.48 Uhr fanden zwei Passanten den leblosen Mann auf dem Fuß- und Radweg zwischen der Dr.-Konrad-Pöhner-Straße und der Fraunhoferstraße in Oberkonnersreuth.

Die Soko sucht also Personen, die zu dieser Zeit auf möglichen Strecken zwischen Start und Auffindeort unterwegs waren. Dabei können Beobachtungen jeglicher Art für die Ermittlungen relevant sein.

Zum anderen ist die Soko auch an weiteren, auffälligen Ereignissen aus der Vergangenheit im gesamten Stadtgebiet interessiert. Einige Hinweise sind bereits eingegangen, wie beispielsweise ein Mann der ein paar Stunden zuvor mit einem Hammer unterwegs gesichtet worden war. Genau solche Hinweise könnten hilfreiche Hinweise für die Polizei sein, um den Täter zu finden.

Die Ermittlungen laufen weiterhin in alle Richtungen. Um dem hohen Ermittlungsaufwand gerecht zu werden, arbeiten über 30 Beamte aus mehreren oberfränkischen Kriminalpolizeidienststellen in der Soko.

Die Soko hat folgende Fragen:

  • Wer war in der Nacht zum Mittwoch in den Bereichen zwischen dem Emil-Warburg-Weg und der Fraunhoferstraße unterwegs?
  • Wem sind am Abend des 18. August oder in der Nacht Personen aufgefallen?
  • Wer hat an diesem Abend etwas Auffälliges beobachtet?
  • Wer hat sonst auffällige Beobachtungen in der Vergangenheit im Bayreuther Stadtgebiet gemacht, die im Zusammenhang stehen könnten?

Die Soko bittet in diesen Fällen, sich bei dem Hinweistelefon unter der Tel.-Nr. 0921/5062444 zu melden.

jm/red

Update 21. August – 7.57 Uhr

Die Ermittlungen der nach dem Tötungsdelikt in der Nacht zum Mittwoch bei der Kriminalpolizei Bayreuth eingerichteten Sonderkommission Radweg und der Staatsanwaltschaft Bayreuth laufen auf Hochtouren. Die Beamten erhoffen sich weiterhin wichtige Hinweise aus der Bevölkerung.

Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen gehen die Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Bayreuth davon aus, dass der getötete 24-jährige Bayreuther in der Tatnacht mit dem Fahrrad nach Oberkonnersreuth fahren wollte.

Im Verlauf des Donnerstags fanden erneut umfangreiche Suchmaßnahmen statt. Dabei waren neben zahlreichen Polizeibeamten, auch Polizeihunde, ein Polizeihubschrauber und Einsatzkräfte der Feuerwehr im Einsatz. Weiterhin erhalten die Ermittler der Kriminalpolizei Unterstützung durch Beamte der Bayerischen Bereitschaftspolizei.

Die Ermittler bitten die Bevölkerung weiterhin um Hinweise unter dem eigens für den Fall eingerichteten Hinweistelefon.

Dabei bittet die Soko neben den Auffälligkeiten aus der Tatnacht auch verdächtige Beobachtungen rund um den Bereich Oberkonnersreuth und Storchennest zu melden, die bereits in den Stunden und Tagen vor der Tat gemacht wurden.

Zeugen, die entsprechende Hinweise geben können, zum Beispiel zu verdächtigen Personen, werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei Bayreuth unter der Tel.-Nr. 0921/506-2444 zu melden.

Update: 20. August – 7.53 Uhr

Nach dem Fund der Leiche eines 24-jährigen Mannes in der Nacht zum Mittwoch konnten die Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Bayreuth neue Erkenntnisse gewinnen. Die Beamten richten zur Aufklärung des Gewaltverbrechens die Sonderkommission „Radweg“ ein.

Der 24-jährige Bayreuther war nach aktuellem Ermittlungsstand im Zeitraum zwischen Dienstag, 23 Uhr, und Mittwoch, 0.45 Uhr, mit dem Fahrrad auf dem Fuß- und Radweg zwischen der Dr.-Konrad-Pöhner-Straße und der Fraunhoferstraße unterwegs. Dabei fuhr das Opfer mit einem schwarz-blauen Fahrrad der Marke Cube und trug eine schwarze, lange Hose sowie ein schwarzes T-Shirt und einen schwarzen Rucksack.

Zur Aufklärung des Sachverhalts waren Beamte der Spurensicherung und mehrere Einsatzkräfte der Bereitschaftspolizei für umfangreiche Suchmaßnahmen im Einsatz. Dabei unterstützte am Nachmittag erneut ein Polizeihubschrauber die Kriminalbeamten. Die weiteren, umfangreichen Ermittlungen dauern an. Die Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Bayreuth gehen aufgrund der Erkenntnisse aus der Obduktion wegen der massiven Gewalteinwirkung gegen den 24-Jährigen von einem Tötungsdelikt aus.

Zeugen, die Angaben zu der Tat, dem Opfer oder Täter machen können, werden gebeten, sich mit der Kripo Bayreuth unter dem eigens eingerichteten Hinweistelefon unter der Tel.-Nr. 0921/506-2444 in Verbindung zu setzen. Ebenso bitten die Beamten Personen, die im genannten Zeitraum zwischen 23 Uhr und 0.45 Uhr verdächtige Wahrnehmungen im Bereich der Fraunhoferstraße gemacht haben, sich bei den Ermittlern zu melden.

 

Update: 19. August – 14.50 Uhr

Auf unsere Nachfrage hin teilte Tobias Dörfler, Pressesprecher Oberfranken, mit, dass die Polizei seit dem Vormittag in Richtung eines Tötungsdelikts ermittelt. Weitere Informationen folgen.

 

19. August – 8.57 Uhr

BAYREUTH. Nach dem Auffinden einer Leiche in der Nacht zum Mittwoch in Oberkonnersreuth ermitteln Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Bayreuth in alle Richtungen.

Gegen 0.45 Uhr entdeckten zwei Passanten die leblose Person auf dem Fuß- und Radweg zwischen der Dr.-Konrad-Pöhner-Straße und der Frauenhoferstraße. Nachdem sie die Rettungskräfte verständigt hatten, stellte ein Notarzt den Tod des 24-jährigen Bayreuthers fest. Polizisten der Bayreuther Polizeiinspektion sperrten die Örtlichkeit weiträumig ab. Auch ein Polizeihubschrauber war in der Nacht im Einsatz. Die Kriminalpolizei Bayreuth hat die Ermittlungen zur bislang unbekannten Todesursache unter Leitung der Staatsanwaltschaft Bayreuth aufgenommen. Dabei werden die Kriminalbeamten von einem Rechtsmediziner unterstützt. Um weitere Erkenntnisse zur Todesursache des Mannes zu gewinnen, hat die Staatsanwaltschaft eine Obduktion angeordnet.

red