Bayreuth. Alexander Piller ist der dritte Winter-Neuzugang der Bayreuther. Auch er kam aus Schweinfurt und folgte seinem guten Freund Christopher Kracun zur Altstadt. Warum er sich für die SpVgg entschieden hat, was er erwartet und wie seine Eindrücke bisher sind, hat er uns in einem Gespräch erzählt.

BTSZ: Hallo Alexander, bei dir gab es in Schweinfurt auch einige Probleme. Wie kam es zu dem Wechsel?

Alexander Piller: Er war eigentlich nicht geplant, aber es wurde mir gesagt, dass ich keine sportliche Perspektive mehr in Schweinfurt habe. Deswegen habe ich mich in der Winterpause zeitnah nach neuen Vereinen umgeschaut. Am Anfang war ich natürlich sauer, verstehen kann ich es bis heute nicht, aber irgendwann ist es auch okay. Begründet wurde die Entscheidung in Schweinfurt damit, dass sie sportlich nicht mehr mit mir planen.

BTSZ: Wie kam dann der Kontakt nach Bayreuth zu Stande?

Alexander Piller: In den letzten Jahren hatte mich der Wolfgang Mahr immer mal wieder angerufen. Jetzt kam Timo Rost auf mich zu, er hat durch das Gespräch mit dem Christopher Kracun mitbekommen, dass ich auch einen neuen Verein suche. Die Gespräche mit dem Coach waren sehr positiv, ich war gleich überzeugt und wollte unbedingt nach Bayreuth.

BTSZ: Welchen Einfluss hatte Christopher Kracun bei dem Wechsel?

Alexander Piller: Schon einen großen, wir haben jeden Tag telefoniert und Kontakt gehabt, er hat mir viele positive Sachen erzählt und war voll überzeugt von der SpVgg. Dann dachte ich mir: ‘Okay, wenn er so gut darüber redet, muss es passen’. Wir sind auch privat sehr gut befreundet, machen auch außerhalb des Fußballs einiges zusammen. Deswegen ist mir seine Meinung schon sehr wichtig.

BTSZ: Beinahe wärst du ja schon im Sommer bei der Altstadt gelandet.

Alexander Piller: Genau. Damals war es nur noch unsicher, in welcher Klasse Bayreuth spielen wird, deswegen habe ich mich am Ende für Schweinfurt entschieden. Aber auch im Sommer hatte ich schon ein gutes Gefühl, nur die Unsicherheit war eben zu groß.

BTSZ: Auf was kommt es für Dich persönlich jetzt an?

Alexander Piller: Für mich ist es wichtig, Spaß am Fußball zu haben und stetig meine Leistungen zu bringen. Ich will viele Minuten spielen und das ein oder andere Tor machen. Und ich glaube, mit Bayreuth sieht es dahingehend sehr gut aus.

BTSZ: Wie sind deine ersten Eindrücke?

Alexander Piller: Sehr positiv. Es ist eine gute Struktur im Spiel und das Team hat einen Wiedererkennungswert, das ist schon geil, was die Jungs machen. Die Mannschaft ist super, alle haben mich gut aufgenommen. Ich kannte schon den ein oder anderen Spieler, das hat es etwas leichter gemacht. Ich muss jetzt einfach noch mehr mit dem Team trainieren und die Taktik verinnerlichen, dann können wir eine richtig geile Restsaison spielen.

BTSZ: Was sind die Ziele für die restlichen Spiele?

Alexander Piller: Die Qualität ist auf jeden Fall besser, als es die Tabelle sagt. Der Saisonstart war richtig schlecht, aber seit Timo übernommen hat, geht es wieder aufwärts und man sieht den Unterschied. Wir wollen nun so schnell wie möglich den Klassenerhalt sichern. Nächstes Jahr werden wir dann sehen, was geht. Aber wenn wir gut starten und oben dabei sind, dann wollen dir da dann auch bleiben.

Interview: Mirko Strässer