Neujahrsempfang und Stärkeantrinken

BAYREUTH. An Neujahr werden Pläne für die kommenden zwölf Monate geschmiedet, Freunde und Bekannte mit guten Wünschen ausgestattet – an einem Tag wird ein ganzes Jahr gefeiert, in der Hoffnung, dass die kommenden 52 Wochen gut verlaufen.

Traditionell werden auch in Bayreuth am Anfang des Jahres Einladungen ausgesprochen und Gäste empfangen. Gemeinsam wagt man einen Ausblick auf das neue Jahr.

 

BG-Stärkeantrinken mit Staatsminister Thorsten Glauber

 

BG-Vorsitzender Frank Hofmann, Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe, Staatsminister Thorsten Glauber/Freie Wähler und BG-Fraktionsvorsitzender Stephan Müller. Foto: Wolfgang Munzert

Eines der Hauptthemen des Stärkeantrinkens der Bayreuther Gemeinschaft am Dreikönigstag im Becher-Saal war die anstehende Kommunalwahl am 15. März 2020. Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe will auch danach die Stadt Bayreuth in diesem Spitzenamt vertreten und zusammen mit einer starken BG-Stadtratsfraktion weiterhin erfolgreiche Kommunalpolitik betreiben.

Bayreuth hat sich in der vergangenen Wahlperiode positiv entwickelt, so die Oberbürgermeisterin. Sie nannte in diesem Zusammenhang unter anderem den Schuldenabbau der Stadt um 48 Millionen Euro seit 2012, die jetzt beginnende bauliche Sanierung des Klinikums, das sich in Bau befindliche Friedrichsforum, die positive Entwicklung der Universität Bayreuth, den Sozialen Wohnungsbau mit einer ausgewogenen Balance für alle sozialen Bevölkerungsgruppen sowie die Bemühungen der Stadt um ausreichende Kinderbetreuung und um Beiträge zum Klimaschutz auf kommunaler Ebene.

Der Bayerische Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz, Thorsten Glauber, sprach der Bayreuther Gemeinschaft seine Anerkennung für die ausgewogene BG-Kandidatenliste zur Wahl des Bayreuther Stadtrats aus. Dabei hob er den Anteil von 18 Frauen zuzüglich der Oberbürgermeisterin als Spitzenkandidatin und die hohe Anzahl der beruflich Selbstständigen anerkennend hervor. Die Bayerische Staatsregierung werde die Stadt Bayreuth auch künftig, wie schon bisher, unterstützen, so der Minister unter anderem.

Neujahrsempfang der CSU-Stadtratsfraktion mit Staatsminister Bernd Sibler

 

Altoberbürgermeister Michael Hohl, CSU-Fraktionsvorsitzender Stefan Specht, Stadträtin Ingrid Heinritzi-Martin, Staatsminister Bernd Sibler und OB-Kandidat Thomas Ebersberger. Foto: Wolfgang Munzert

Die Stadtratsfraktion der Bayreuther CSU hatte traditionsgemäß am Dreikönigstag zum Neujahrsempfang in den König-Ludwig-Saal der Sudpfanne eingeladen.

Bernd Sibler, Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, gab einen positiven Ausblick für die Stadt Bayreuth. Der Staatsminister lobte besonders das Engagement von Universitätspräsident Stefan Leible, der maßgeblich, zusammen mit dem Wissenschaftsministerium, die anderen bayerischen Hochschulen an einen Tisch brachte, um bei der Staatsregierung mehr Geld für die Forschung in neue Hightech-Technologien auszuhandeln. „Ministerpräsident Söder hat reagiert“, so Minister Sibler, „wir sind von ein paar hundert Millionen Euro ausgegangen. Als das Paket geschnürt war, lagen wir bei zwei Milliarden. Von den Fördermitteln profitiere insbesondere die Stadt Bayreuth, aber auch die Region. Im März wurde die Fakultät VII für Lebensmittel, Ernährung und Gesundheit der Universität Bayreuth in Kulmbach eröffnet, der neue Medizincampus Oberfranken ermöglicht künftig eine medizinnahe Forschung an der Universität Bayreuth und im neuen Zentrum für Batterietechnik werden Speichertechnologien entwickelt.“

Wegen dieser guten Ausgangslage forderte CSU-Oberbürgermeisterkandidat Thomas Ebersberger jetzt die Weichen für den künftigen sozialen Frieden und Wohlstand in Bayreuth zu stellen. Dazu zählt für ihn nicht, dass die vom Stadtrat beschlossenen Investitionen nur zur Hälfte umgesetzt werden: „Schulsanierungen wurden bisher nur zögerlich angepackt und der Umbau der Stadthalle zum Friedrichsforum sollte längst abgeschlossen sein. Mehr Geld für Kinderspielplätze auszugeben, ist eine prestigevolle Strategie. Die von der Oberbürgermeisterin genannte Investitionssteigerung im städtischen Haushalt kam jedoch nur zustande, weil zwei neue Skateranlagen, die als Spielplätze deklariert wurden, 1,2 Millionen Euro kosteten“. Sparen, egal was es koste, dürfe nicht die Devise sein, diese wirke sich nur kurzfristig positiv aus. Langfristig erhöhe sich die Schuldenlast wegen steigender Bau- und Mehrkosten.

 

gmu