Neues Dienstleistungszentrum Markgrafenhallen

BAYREUTH. „Was lange währt, wird endlich gut“ – Mit diesen Worten kommentierte Gerd Schmelzer, Firmengründer des Nürnberger Immobilienunternehmens alpha Gruppe, die Fertigstellung des generalsanierten und umgebauten Dienstleistungszentrums Markgrafenhallen.

Seit Anfang der 1990er-Jahre gehört das zwischen Bahnhof und Landratsamt gelegene Areal der Markgrafenhallen einer Objektgesellschaft unter Beteiligung der alpha Gruppe.
Ursprünglich waren das Gelände und das darauf befindliche frühere Industriegebäude Teil der Mechanischen Baumwollspinnerei. Deren Areal wurde nach dem Niedergang der Textilverarbeitung in der Region weitestgehend anderen Nutzungen zugeführt.

„Ursprünglich hätte auf dem Areal ein Konferenzzentrum in Anschluss an das bereits fertiggestellte neue Landratsamt errichtet werden sollen. Außerdem setzten wir darauf, dass der unmittelbar angrenzende Bayreuther Hauptbahnhof im Laufe der Zeit erweitert worden wäre. Hier hätten wir gute Entwicklungschancen gesehen. Letztlich kam dann aber alles anders. Wir hatten über Jahre vielfältige Zwischennutzungen und kleinere Mieter. Im Jahr 2016 haben wir die Entwicklung des Objektes dann angegangen. Projektleiter für unsere alpha Gruppe wurde Max Müller, zweimaliger Olympiasieger mit der Hockey-Nationalmannschaft, der in Bayreuth studiert und so einen persönlichen Bezug zur Stadt hat“, erklärte Gerd Schmelzer, der sich auch selbst in den 1980er und 1990er Jahren als Präsident des 1. FC Nürnberg in der Sportszene einen Namen gemacht hatte. Angesichts des unumgänglichen Sanierungsbedarfs am Dach der knapp 7.000 Quadratmeter großen Halle wurde 2016 eine Neuausrichtung des Areals entwickelt. Über zehn Millionen Euro wurden von den Eigentümern in die Entwicklung investiert.

„Langjährige Mieter des Areals wie die Tanzschule Jahn oder der Kindergarten sind uns auch während der Umbauzeit und jetzt im generalsanierten Gebäude treu geblieben. Nach der Erweiterung und Generalsanierung beherbergen die Markgrafenhallen jetzt unter anderem ein Augenarztzentrum, einen Allgemein- und einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt, eine Logopädie- und Ergotherapiepraxis, eine Sprachschule, ein Fitness-Studio sowie einen Hörgeräteakustiker“, erklärte Projektentwickler Max Müller. „Wir mussten nicht groß werben, die Mieter fanden sich weitgehend durch Mund-zu-Mund-Propaganda. Im Prinzip haben so die Bayreuther selbst die Projektentwicklung übernommen“.

Durch die Generalsanierung und Erweiterung gab es für die Markgrafenhallen einen Qualitätssprung. Der Charme und der Flair des alten Indus-triegebäudes blieben letztlich erhalten, wurden aber architektonisch „in eine moderne Sprache übersetzt“, so Max Müller. Durch die Neugestaltung des Daches werden die Räumlichkeiten im Gebäude deutlich besser mit Tageslicht versorgt. „Wir haben das Objekt mit viel Herz und Leidenschaft umgesetzt. Die vorgesehene Bauzeit wurde weitestgehend eingehalten, die Räumlichkeiten konnten rechtzeitig an die Mieter übergeben werden. Für die Kunden und Patienten stehen direkt vor dem Gebäude etwa 170 Parkplätze zur Verfügung“, fasste Max Müller zusammen. Die Umbauarbeiten wurden durch das Bayreuther Architekturbüro Greim begleitet.
Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe bezeichnete die Generalsanierung und Erweiterung der Markgrafenhallen als wichtigen städtebaulichen Impuls im Umfeld des Hauptbahnhofes. rs

Zum Bild: Vor den Markgrafenhallen (v.l.): Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe, Projektentwickler Max Müller und Gerd Schmelzer, Chef der Nürnberger alpha Gruppe. Fotos: Stefan Dörfler