Nachrichten Bayreuth: Möchten Sie außen Platz nehmen?

„Der erste Eindruck von der Plattform ist sehr positiv“, so einer der Inhaber von „Senor Taco“, Markus Volz.

BAYREUTH. ‚Darfichrein.de‘ ist eine Online-Plattform zur Gästeregistrierung, die die Stadt Bayreuth zur Unterstützung bei der Registrierung der Gäste aufgrund der Corona-Maßnahmen anbietet, um der Zettelwirtschaft vorzubeugen. Aber wird diese Art der Kontaktdatenerfassung von den Bayreuther Gastronomen und Gästen genutzt? Und wie bereiten sich die Gastronomen derzeit auf den bevorstehenden Winter vor, wenn die Zeit des Draußen-Sitzens vorbei ist? Die Teilnahme der Gastronomen am Projekt Digitale Gästeregistrierung ist in Bayreuth geteilt. Einige verwenden die Plattform bereits, andere bleiben lieber bei der klassischen Zettelvariante.
„Senor Taco“ hat bereits erste Erfahrungen mit der Plattform gesammelt: „Der Eindruck von der Plattform ist sehr positiv. Die Handhabung ist bequem, flott und benutzerfreundlich. Nach drei Stunden werden unsere Gäste automatisch ausgeloggt, sollten sie dies beim Verlassen unseres Restaurants vergessen haben“, erklärt Markus Volz, einer der Inhaber von „Senor Taco“.

eichte und schnelle Bedienung zeichnet die digitale Gästeregistrierung aus. Auch im „Holzofen“ ist die Online-Plattform ‚Darfichrein.de‘ vertreten.

Auch der „Holzofen“ in der Von-Römer-Straße verwendet diese Art der Gästeregistrierung bereits seit einigen Wochen: „Das Konzept von ‚Darfichrein‘ ist praktisch und für uns eine große Erleichterung. Die Gäste sind innerhalb von Sekunden registriert und der Papierkram fällt somit weg. Unsere Gäste, egal welche Altersklasse, nehmen das Konzept sehr gut an und sind von der leichten Handhabe begeistert“, so Kevin Taubenreuther, der Servicemanager des „Holzofen“.

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Um über den Winter zu kommen ist der „Holzofen“ derzeit am Umbauen. „Wir möchten weiterhin die Außenterasse nutzen können, dafür arbeiten wir mit Wärmequellen, um eine gemütliche Atmosphäre zu schaffen. Allein mit dem Innenraum würden wir den Winter wirtschaftlich nicht überstehen, dafür ist die Anzahl an Tischen, die wir aufgrund der Hygienemaßnahmen stellen dürfen, nicht ausreichend. Zudem wollen wir auch das Abholgeschäft wieder stärker ankurbeln“, so Kevin Taubenreuther.

Engin Gülyaprak, Inhaber von Engin‘s Ponte, findet die klassische Zettelmethode, vor allem im hektischen Sommer, einfacher. „Man hat viele verschiedene Gäste, dazu die neue Art der Registrierung. Das hätte einfach zu lange gedauert, dies den Gästen zu erklären. Aber auch wir möchten mit der Zeit die Plattform ‚Darfichrein‘ nutzen“, so Engin Gülyaprak.
Auch das Restaurant „Plaka“ sieht die Situation ähnlich wie Engin Gülyaprak. „Die Idee der Plattform ‚Darfichrein‘ finde ich generell gut, allerdings machen wir die Gästeregistrierung auch bei uns derzeit noch traditionell in Papierform. Nicht alle unsere Gäste haben ein passendes Handy, wodurch wir weiterhin Papiervordrucke auf Vorrat haben müssen und diese dann befristet archivieren“, so Alexis Karipidis.
„Aber auch wir denken bereits an den Winter und planen weiter: Wir möchten unseren Gästen auch in der kalten Jahreszeit die Möglichkeit bieten, in unserem Restaurant zu speisen und einen schönen, gemütlichen Abend zu genießen. Wir kümmern uns derzeit darum, Trennwände zwischen den Tischen zu organisieren, um den Abstand von 1,5 Metern einzuhalten. Auch der Ein- und Ausgang wird getrennt werden“, erklärt Alexis Karipidis.

Es ist Mitte Oktober, es wird kalt. Das bedeutet, es müssen Alternativen her. Der Inhaber vom Engin‘s Ponte, Engin Gülyaprak, hat sich für ein bisschen Inselfeeling in Bayreuth entschieden. „Auf den norddeutschen Inseln gibt es bereits schon länger die Möglichkeit, mit Decken, Auflagen und Wärmequellen, wie Heizstrahlern, auch im Winter draußen zu sitzen“, so der Gastronom. Drinnen dürfen aufgrund der Hygienemaßnahmen nicht mehr so viele Personen platziert werden, also warum den Gastrobetrieb nicht teilweise auch nach draußen verlegen? „Vor allem müssen wir alle halbe Stunde den Gastraum lüften, mit Kerzen und Heizlüftern versuchen wir, trotzdem für Wärme im Raum zu sorgen, der Zwiebellook wird dieses Jahr wohl der Trend des Jahres“, lacht der Gastronom. Insgesamt drei Heizstrahler für den Außenbereich hat der Inhaber besorgt, wird das Angebot gut angenommen, sollen weitere folgen. „Wir müssen noch eine Art Windschutz aufbauen, damit die Gäste vor dem Wetter geschützt sind und den Herbst und Winter gemütlicher draußen verbringen können“, erklärt Engin Gülyaprak.

Biergartensaison auch im Winter. Auch der Herzogkeller in Bayreuth hat ein neues, hygieneangepasstes Konzept für den Winter.

Auch der Herzogkeller brauchte ein Alternativkonzept zur ursprünglichen Biergartensaison. Aus diesem Grund entstand der Indoorbiergarten. Mit Zaunelementen, Sträuchern und Tischdeko iherrscht ein
gemütliches Biergartenambiente wie im Sommer, nur eben drinnen, damit die Gäste in den Wintermonaten nicht frieren.
Neben den gewohnten Biergartenklassikern wird es, angepasst an die Saison, weitere Speisen, z.B. Meerrettich-Schnitzel, Röstbrot á la Herzogkeller, Apfelstrudel mit Vanillesoße und vieles mehr geben.
Auch der Herzogkeller hat sein Konzept den Hygienemaßnahmen angepasst. Somit heißt es bei Getränken zwar weiterhin Selbstbedienung. Das Essen wird allerdings per Servicekraft direkt an den Tisch gebracht. „Somit ist es auch möglich beispielsweise kleinere Feiern bei uns abzuhalten“, so Andy Göß, Inhaber und Koch vom
Herzogkeller.

jm