Nachrichten Bayreuth: Meisterlich für die Zukunft gerüstet

OBERFRANKEN. Über 370 Nachwuchshandwerker haben im Jahr 2020 eine Meisterschule an der Handwerkskammer für Oberfranken absolviert und auch die Meisterprüfung erfolgreich abgelegt. Um ihre Leistung trotz der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie, die eine große Meisterfeier mit mehr als 1000 geladenen Gästen unmöglich machen, zu würdigen hat die HWK erstmals eine Meistergala für das Fernsehen produziert, die am vergangenen Samstag ausgestrahlt wurde. Deren Motto: „Egal was kommt: Ihr könnt die Zukunft meistern!“
„Die Qualifizierung zum Handwerksmeister oder zur Handwerksmeisterin ist ein so großer und wichtiger Schritt, dass wir unsere Meisterschulabsolventen keineswegs ohne entsprechende Würdigung aus den Schulen entlassen wollten“, sagt Sven Neukamm, als Abteilungsleiter im Bereich Berufsbildung der HWK auch für die Meisterprüfungen zuständig. So habe man gemeinsam mit der Unternehmenskommunikation die Idee eines Gala-Formats entwickelt. „Zwar sind in dieser Gala natürlich nicht alle neuen Meisterinnen und Meister dabei. Dafür aber erreicht diese Würdigung Zuschauer und Zuschauerinnen bundesweit.“ Abteilungsleiter Neukamm: „Wir haben auch den Termin genutzt, der ohnehin bereits für die Meisterfeier 2020 feststand, und auch sämtliche Gäste wie üblich eingeladen – letztlich war also in diesem Jahr nur das Format anders.“
Bei der Meistergala wurde – stellvertretend für alle – an sechs frisch gebackene Meisterinnen und Meister der Meisterbrief überreicht. „Dabei“, so Sven Neukamm, „wurde die Freude und der Stolz der Jungmeisterinnen und Meister sichtbar, es geschafft zu haben und den Meisterbrief endlich in den Händen zu halten.“ Zudem gab es filmische Einblicke in die Praxiseinheiten der Meisterschulen, die im Sommer entstanden sind. „Nachdem wir uns frühzeitig sicher waren, dass keine ‚normale‘ Meisterfeier stattfinden werden kann, haben wir entsprechend rechtzeitig mit der inhaltlichen Planung der Sendung angefangen. So konnten wir letztlich Bilder aus allen Meisterschulen der Kammer liefern“, erklärt Benedikt Helldörfer, der Abteilungsleiter des Bereichs Kommunikation ist. Und: Die HWK hat zusätzlich einen Überraschungsbesuch eines Meisters in seinem Betrieb organisiert. „Damit zeigen wir, wie wichtig der Meisterbrief zum einen für den handwerklichen Nachwuchs selbst ist, zum anderen aber auch für die Betriebe“, so Helldörfer.

Plus an Meisterschüler*innen

Im Abschlussjahrgang 2020 haben insgesamt 376 Handwerkerinnen und Handwerker und damit über 90 Prozent der 417 eingeschriebenen Meisterschüler (+3,4 Prozent im Vergleich zu 2019) den Abschluss zum Meister geschafft – trotz der besonderen Umstände, die die Corona-bedingten Einschränkungen auch von ihnen gefordert haben. Darunter sind 291 Handwerker und 85 Handwerkerinnen. Die meisten Absolventen der 19 Meisterschulen hatte das Friseurhandwerk, gefolgt von dem Kraftfahrzeugtechnikerhandwerk, dem Elektrotechnikerhandwerk, dem Installateur- und Heizungsbauerhandwerk und dem Maler- und Lackiererhandwerk.

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red