Nachrichten Bayreuth: Eine Brücke zwischen zwei Ländern

BAYREUTH. Am 8. Oktober wird die Deutsch-Französische Gesellschaft 60 Jahre alt und hätte dieses Jubiläum eigentlich mit einem großen Fest am 10.10.2020 gefeiert. Diese Pläne müssen aufgrund der Corona-Pandemie allerdings auf nächstes Jahr verschoben werden.
Im Oktober 1960 wurde die Deutsch-Französische Gesellschaft (DFG) in Bayreuth offiziell gegründet. Die Gesellschaft soll als eine Brücke zwischen den Ländern Frankreich und Deutschland fungieren.
In Bayreuth war es die erste Gemeinschaft, die zwischen Frankreich und Deutschland gegründet wurde. Das Interesse eines Austausches in den verschiedensten Bereichen, wie Politik, Religion und gesellschaftswissenschaftlichen Themen, war sowohl von deutscher, als auch von französischer Seite vorhanden.

Aktivitäten

Ziel ist es, das Nachbarland näher kennenzulernen. Bei regelmäßigen Treffen werden typisch französische Sitten und Feste den Bayreuthern näher gebracht. Beispielsweise gibt es verschiedene Themenabende, bei denen französische Theatergruppen nach Bayreuth eingeladen werden, Spieleabende oder Feierlichkeiten, wie am französischen Nationalfeiertag am 14. Juli oder am 2. Februar.
„Wie in Deutschland wird auch in Frankreich der 2. Februar besonders begangen. Es handelt sich um einen christlichen Feiertag. Chandeleur wird er von den Franzosen genannt. In Deutschland ist er den Katholiken als Mariä Lichtmess bekannt. Der traditionelle Crêpe, der auf jeden Fall in Frankreich auf den Tisch kommt, steht für die aufgehende Sonne nach dem Winter“, erklärt Monique Neumann, 1. Vorsitzende der DFG. Zum Programm der DFG gehört die Organisation von Schüleraustauschprogrammen, um die Freundschaften mit den französischen Partnern weiter zu festigen.
Insgesamt hat die Deutsch-Französische Gesellschaft Bayreuth e.V. derzeit 370 Mitglieder, sowohl Einzelpersonen, als auch ganze Familien sind Teil der Gesellschaft. „Französisch sprechen ist kein Muss, um Mitglied zu werden, allein das Interesse an dem Land und deren Traditionen reicht“, so die stellvertretende Vorsitzende Uta Schützer. Das Motto der Gesellschaft ist es, Kontakte zur ganzen Welt zu knüpfen, zusammen Vorurteile abzubauen, Verständnis für andere Kulturen und Ansichten zu haben und gemeinsam etwas zu unternehmen.

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Wie geht es weiter?

Das weitere Jahr sollen die Aktivitäten der Deutsch-Französischen Gesellschaft allerdings nicht gänzlich still stehen. Sie hat ein Programm für das restliche Jahr und das kommende Frühjahr erstellt, die an ein passendes Hygienekonzept angepasst sind. Es wird zum Beispiel zu Weihnachten einen Vorleseabend, gefüllt mit französischen und deutschen Weihnachtsgeschichten, geben. Bei den Veranstaltungen ist, sowohl für Groß als auch Klein das Richtige dabei. Auch das Nachhilfeangebot, sowohl in deutscher als auch in französischer Sprache, soll so schnell wie möglich wieder anlaufen.

Markgräfin Wilhelmine und Frankreich

Das Land Frankreich und deren Sitten war schon früh mit Bayreuth verknüpft. Schon zu Zeiten der Markgräfin Wilhelmine war die französische Sprache, Architektur und allgemein Frankreich ein großes Thema in Bayreuth. Die Markgräfin hatte eine rege Brieffreundschaft zu Voltaire in französischer Sprache.
Auch einige bekannte Bauwerke der Wagnerstadt haben französische Details, zum Beispiel wurde die Außenfassade des Opernhauses und der Eremitage von einem französischen Architekten entworfen.

Weitere Informationen gibt es auf der Website

jm