Nachrichten Bayreuth: Ein wenig Glanz in dunklen Zeiten

BAYREUTH. Advent, Advent, ein Lichtlein brennt. Doch nicht nur eins, sondern gleich 16.000 Birnen leuchten an der sieben Kilometer langen Lichterkette. Jedes Jahr zur Weihnachtszeit und das seit 60 Jahren wird diese in der Innenstadt aufgehängt, auch in diesem, eher merkwürdigem Jahr 2020. In den Einkaufsstraßen Maxstraße, Richard-Wagner-Straße, Ludwigstraße, Opernstraße, Luitpoldplatz und Bahnhofstraße und in vielen anliegenden Straßen erhellt sie ab dem morgigen Montag wieder die Innenstadt. Die Lichterkette in Bayreuth ist ein Gemeinschaftsprojekt der Einzelhändler, Gastronomen, Dienstleister und Hauseigentümer, die dieses zusammen mit der Stadt Bayreuth finanzieren. Der Vorstand der „Schutzgemeinschaft Bayreuther Innenstadt“ leistet zusammen mit insgesamt 13 Straßenobleuten jedes Jahr ehrenamtlich engagierte Überzeugungsarbeit, um die Lichterkette zu organisieren und die Bayreuther Innenstadt in weihnachtlichem Glanz erstrahlen zu lassen.
Auch der Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz in Bayreuth, dieses Jahr coronabedingt kleiner, soll Glanz und weihnachtliche Vorfreude in die Inennstadt bringen.

Um den Bayreuthern wieder mehr Lebensqualität zu geben, gibt es trotzdem einige Buden auf dem Marktplatz: den Weihnachtsmarkt Light. In diesem Jahr stehen allerdings nur ortsansässige Bayreuther Schausteller und Marktkaufleute auf dem Markt. Das bedeutet zwar weniger Verkaufsstände, allerdings können so der Mindestabstand und die Hygienemaßnahmen besser eingehalten werden.

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Vereinzelte Buden mit Glühwein, gebrannten Mandeln und Schokofrüchten sorgen für weihnachtliche Grundstimmung. Der Weihnachtsmarkt Light ist für Schausteller und Marktkaufleute ein kleiner Lichtblick in der für sie schweren Corona-Pandemie. Seit Anfang des Jahres gab es keine Veranstaltungen oder Märkte, wie das Volksfest oder Bürgerfest, auf denen sie Geld einnehmen konnten. „Aus diesem Grund wagen wir dieses ‚kleine Experiment‘ mit dem Weihnachtsmarkt Light“, erklärt Oberbürgermeister Thomas Ebersberger. Zusammen mit dem Ordnungamt und dem Berufmäßigem Stadtrat Ulrich Pfeifer hat die Stadt Bayreuth die Verkaufsstände so weit wie möglich entzerrt, um größere Menschenansammlungen zu vermeiden.

Sieben Schausteller und drei Markkaufleute stehen vom Ehrenhof bis zur Spitalkirche. „Endlich dürfen wir wieder arbeiten“, so die Schausteller-Vorsitzende Gudrun Sommerer. „Und das Positive ist, dass wir keinen Turnus durchlaufen müssen, sondern dauerhaft während des ‚Weihnachtsmarktes Light‘ stehen dürfen.“ Auch der Vorsitzende der Marktkaufleute Klaus Völkel lobt die Zusammenarbeit mit der Stadt. „Es ist nun wichtig, dass die Menschen aus Stadt und Landkreis den Markt besuchen. Wir wären auch gerne stärker vertreten, aber leider können nicht mehr Stände auf dem Markt stehen.“ Trotz der Maskenpflicht in der Innenstadt ist es den Menschen erlaubt die Maske abzunehmen und das gekaufte Essen auch dort zu verzehren. „Essen kann man ja schließlich nicht durch die Maske hindurch“, so Ulrich Pfeifer.

jm