Nachrichten Bayreuth: Der Rainer-Markgraf-Preis 2020 geht nach Bamberg

BAYREUTH. Intensiv haben Stiftungsvorstand Florian Prosch und Vorstandsassistentin Elisabeth Hößl in den zurückliegenden vier Wochen die eingegangenen Empfehlungen für den Rainer-Markgraf-Preis 2020 geprüft. Herausragende Projekte und beeindruckende Leistungen aus den beiden Regionen Oberfranken und Oberpfalz waren unter den rund 40 Vorschlägen. Am Ende war die Entscheidung zusammen mit dem Stiftungsrat für eine Empfehlung jedoch eindeutig: Der mit 20.000 Euro dotierte Rainer-Markgraf-Preis 2020 geht an Frau Prof. Dr. Ute Schmid von der Otto-Friedrich-Universität Bamberg.

Ziemlich überrascht und überwältigt war die Bamberger Professorin für Angewandte Informatik, als sie von der Stiftung über die anstehende Würdigung informiert wurde. „Ich kann das Ganze noch gar nicht so richtig begreifen“, sagte Prof. Dr. Ute Schmid voller Freude bei einem ersten Gespräch mit Florian Prosch und Elisabeth Hößl in Bamberg. „Wir sind uns sicher“, so Florian Prosch, „dass wir mit Ihnen eine gute Preisträgerin gefunden haben! Unser Stifter Rainer Markgraf hätte an ihren wissenschaftlichen Ansätzen sicherlich großen Gefallen.“ Ute Schmid ist nicht nur Professorin für Angewandte Informatik, sondern hat auch Psychologie studiert und verbindet beides miteinander. Sie ist eine gern geladene Diskussionspartnerin bei Veranstaltungen und nimmt den Menschen mit Ihren Vorträgen die oftmals vorherrschende Skepsis vor der Künstlichen Intelligenz. Sie lehrt und forscht in den Bereichen Künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen und kognitive Modellierung. Ihr Schwerpunkt ist induktives Programmieren, interpretierbares und menschenähnliches (human-level) maschinelles Lernen sowie die Generierung von Erklärungen für Klassifikatoren. Ute Schmid widmet sich zudem intensiv der Förderung von Frauen in der Informatik und bietet bereits seit 2005 Informatik-Workshops für Kinder und Jugendliche an.

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Als Frauenbeauftragte der Fakultät Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik der Universität Bamberg ist sie vernetzt und in vielfältige Projekte an der Universität und in der Stadt Bamberg engagiert. Sie verfolgt den Ansatz Künstlicher Intelligenz altersgerecht zu vermitteln und bringt sich aktiv in Projekte mit verschiedenen Kooperationspartnern ein. So beispielsweise bei der Forschungsgruppe Elementarinformatik die von ihr gegründet wurde. Sie gilt nach Auffassung der Rainer Markgraf Stiftung als Wegbereiterin der Forschung zur Künstliche Intelligenz in der Region und bringt sich hier nicht nur mit ihren Kompetenzen als Informatikerin ein, sondern beleuchtet ihr wissenschaftliches Wirken immer auch aus psychologischer Sicht. „Vor allem ihr Wissenstransfer zwischen der Universität mit der dort betriebenen Forschungs- und Bildungsarbeit im schulischen und beruflichen Sektor sind maßgebend für die hohe Auszeichnung mit dem Rainer-Markgraf-Preis!“, so der Vorstandsvorsitzende Manfred Thümmler.

Mit der Verleihung des Rainer-Markgraf-Preis 2020 an Frau Prof. Dr. Ute Schmid würdigt die Stiftung ihr Engagement und verweist bewusst auf ihren Ansatz die Forschungsarbeit im Bereich der Künstlichen Intelligenz mit psychologischen Erkenntnissen zu verknüpfen. Aufgrund der Corona-Pandemie und den damit notwendigerweise einhergehend einhergehenden Infektionsschutzmaßnahmen wird die Preisverleihung Mitte November nur im kleinen Rahmen stattfinden. Im Rahmen dieses Festaktes werden Stiftungsrat und Stiftungsvorstand der Preisträgerin offiziell gratulieren und Ihr die Preisskulptur, die Urkunde und natürlich das Preisgeld übergeben.

red