Nachrichten Bayreuth: Abschnittweiser Neubau geht weiter

BAYREUTH. In einer außerordentlichen Sitzung haben die Aufsichtsgremien der Klinikum Bayreuth GmbH heute mehrheitlich dafür ausgesprochen, den abschnittweisen Neubau am Klinikum in der Preuschwitzer Straße weiterzuverfolgen – und damit gegen eine Zusammenführung der beiden Betriebsstätten an der Hohen Warte.

Mit Freude begrüßen die Vertreter der Grünen und Unabhängigen in Stadt und Landkreis Bayreuth die Entscheidung. Die grünen Vertreter hatten sich zuvor intensiv um Mehrheiten für dieses Votum bemüht.

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“Der eingeschlagene Weg kann weitergegangen und die begonnenen Arbeiten zügig ausgeführt werden. Wir sind zuversichtlich, im ersten Bauabschnitt bald erste Ergebnisse mit dem fertigen OP-Gebäude wahrnehmen zu können“, so die grünen Vertreter. Ein gutes Ergebnis der Sitzung sei außerdem, dass Flächenverbrauch als wichtige Ursache der Klimakatastrophe wahrgenommen werde und die Nutzung vorhandener Flächen höher bewertet wird als die Rodung von Wald.

Auch der Landtagsabgeordnete Tim Pargent zeigt sich erleichtert über die klare Entscheidung der Klinikumsgremien: “Es ist gut, dass Stadt und Landkreis vertragstreu mit dem Freistaat Bayern bleiben und die bisher zugesagten Fördermitteln nicht riskieren. Eine jahrelange Hängepartie ist nun ausgeschlossen und das Klinikum kann gemeinsam mit dem Freistaat zügig die Sanierung des Krankenhauses vorantreiben.“

Es ist die zweite große Entscheidung binnen kurzer Zeit. Erst in der letzten Sitzung hatte der Aufsichtstrat mit einer Doppelspitze die Geschäftsführung neu aufgestellt, heute gab es eine finale Entscheidung in der Baufrage.
Der Aufsichtsrat hat sich dabei mehrheitlich dafür ausgesprochen, die Pläne zum abschnittweisen Neubau des Klinikums an der Preuschwitzer Straße weiterzuverfolgen.

Ob kompletter oder abschnittweiser Neubau: „Ich wäre beide Wege gegangen. Für uns als Klinikum Bayreuth GmbH ist es vor allem wichtig, jetzt eine definitive Entscheidung zu haben. Darüber freue ich mich, denn das gibt uns Planungssicherheit. Jetzt können wir die Ärmel hochkrempeln und den Bau voranbringen“, sagt Geschäftsführer Alexander Mohr und hofft auf ein konstruktives Miteinander. „Unser Ziel muss es sein, künftig die Kräfte zu bündeln und gemeinsam nach vorne zu blicken.“

red