Mitgliederversammlung des Vereins Bierland Oberfranken

HOF. Der Regierungsbezirk Oberfranken hat mit seinen 174 Brauereien die weltweit höchste Dichte an Brauereien, nach wie vor trotz keine Region und kein Land der Welt hier mithalten. Oberfranken hält aber noch einen anderen Weltrekord, was seine Bierkultur betrifft, dies wurde auf der Jahres-Mitgliederversammlung des Vereins am 9. Januar in Hof bekannt.

In Oberfranken werden mittlerweile über 2.500 verschiedene Biere gebraut. Um besser greifbar zu machen, was das bedeutet: Das ist fast die Hälfte aller Biere, die in Deutschland gebraut werden, so Markus Raupach, Mitglied des Vorstands von Bierland Oberfranken, der die Deutsche Bierakademie in Bamberg leitet und als Biersommelier inzwischen weltweit unterwegs ist.

Vor 10, 15 Jahren war das noch anders, so Raupach, damals gab es knapp über 1000 verschiedene Biere. In den letzten Jahren ist eine neue Generation von jungen Braumeisterinnen und Braumeistern in die elterlichen Brauereien eingestiegen. Diese haben einen neuen Geist in die oberfränkische Bierkultur gebracht, sicherlich auch unterstützt durch die Craft-Beer-Bewegung, so der Kulmbacher Landrat Klaus-Peter Söllner, 1. Vorsitzender des Vereins Bierland Oberfranken. Wir spüren diesen neuen Geist auch in unserer Jahres-Mitgliederversammlung. Saisonale Biere, Spezialbiere und kreative Bierstile sind im Kommen, so Söllner. Und finden ihre Kunden, so Gisela Hansen von der Meinel-Bräu aus Hof, geschäftsführender Vorstand des Vereins Bierland Oberfranken, die ganz besonders für diesen neuen Geist steht. Unsere Braumeisterinnen und Braumeister werden wieder Kult. Mit ihrer Begeisterung und Liebe zu fränkischen Bierkultur und auch mit ihren vielen publikumswirksamen Veranstaltungen werden sie immer mehr zu Aushängeschildern Oberfrankens.

Wie sich der Verein Bierland Oberfranken selbst ständig weiterentwickelt, wurde auf der Jahres-Mitgliederversammlung deutlich. Der Vortrag von Ulrich Büscher machte deutlich, dass die Kooperation mit dem VGN (Verkehrsverbund Großraum Nürnberg) in 2020 deutlich intensiviert werden wird. Dazu kommen Fachseminare für die insgesamt knapp 300 fränkischen Mitgliedsbrauereien, die von den Brauereien sehr intensiv genutzte Gebrauchtmaschinenbörse, die Teilnahme an Messen wie der Consumente und natürlich die laufende Pflege der Internetseiten des Vereins, www.bierland-oberfranken.de und www.fraenkische-bierstrasse.de.

Besondere Auszeichnungen gab es am 9. Januar auch: Franz Streit, 2. Bürgermeister der Stadt Forchheim wurde zum Ehrenmitglied und Sonderbotschafter des Vereins Bierland Oberfranken ernannt, ebenso wie Deutschlands bester Brauer, Elias Rittmayer von der Brauerei Rittmayer aus Hallerndorf und die oberfränkische Bierkönigin Christina Pollnick.

red