medi bayreuth – Meisner: „Ein bisschen im Stand-by-Modus“

BAYREUTH. Für medi Bayreuth ist derzeit Sommerpause, das BBL-Finalturnier in München findet ohne die Oberfranken statt. Lukas Meisner ist einer jener Spieler, der noch einen Vertrag für die kommende Saison hat – allerdings mit beidseitiger Ausstiegsklausel. Wir haben uns exklusiv mit dem 24-Jährigen unterhalten.

BTSZ: Jetzt steht fest, dass die BBL-Saison 2019/20 vorzeitig für Bayreuth zu Ende ist. Wie halten Sie sich fit? Oder steht erst einmal Pause an?

Lukas Meisner: Ich versuche schon, mich fit zu halten und an gewissen Dingen zu arbeiten, für die ich weniger Zeit in der Saison hatte. Es gilt, an Schwachstellen am Körper zu arbeiten. Natürlich ist die Zeit jetzt eher entspannter ohne den üblichen sportlichen Leistungsdruck.

BTSZ:  Wie ist es, als Sportler nicht genau zu wissen, wann die neue Saison 2020/21 beginnt?

Lukas Meisner: Das ist eine schwierige Frage. Diese Ungewissheit haben ja im Moment viele Sportler, insbesondere die im Hallensport. Ich mache das Beste daraus, nutze die Zeit und gebe mir Mühe, fit und locker zu bleiben, mit dem Ziel, irgendwann im kommenden Winter eine BBL-Saison spielen zu können. Im Moment bin ich aber eher noch im Stand-by-Modus.

BTSZ: Sie sprechen vom kommenden Winter. Wann denken Sie, ist es möglich, die neue Saison zu beginnen?

Lukas Meisner: Das ist aktuell schwer zu sagen, ich hoffe sehr, dass man bald wieder vor vollen Rängen spielen kann. Mit der Liga-Entscheidung, die Saison 2019/20 mit einem Turnier in München abzuschließen, ist der erste Schritt zu künftigen Lösungen gemacht, natürlich alles unter Hygiene-Vorkehrungen.

BTSZ: Noch kurz zu Ihnen persönlich. Sie haben noch einen Vertrag bei medi für die kommende Saison. Es ist bekannt, dass der Verein und Sie im Sommer eine Ausstiegsklausel haben. Wo sehen sie Ihre Zukunft?

Lukas Meisner: Viel kann ich dazu aktuell nicht sagen. Gespräche laufen, es gibt Deadlines, bis wann gewisse Entscheidungen getroffen werden müssen. Aktuell ist dies aber schwierig, weil man nicht weiß, wann die neue Saison beginnt und wie dann alles abläuft.

BTSZ: Was zeichnet denn den Basketball-Standort Bayreuth aus?

Lukas Meisner: Bayreuth ist nicht die größte Stadt und nicht der größte Basketball-Standort im Vergleich zu anderen großen Teams. Aber Bayreuth hat es geschafft, sich trotzdem eine gute Position im deutschen Basketball zu erarbeiten. Der Erfolg gibt dem Verein auch recht. Hier herrschen familiäre Verhältnisse mit großartigen Fans, die eine Atmosphäre schaffen, in der man Erfolg haben kann. Da man weiß, dass Stadt und Fans auch weiter hinter dem Basketballsport und dem medi-Team stehen, kann man gute Arbeit machen und seine gesetzten sportlichen Ziele erreichen.

BTSZ: Wie wird Corona in Ihren Augen die Sportart Basketball verändern?  Wird es für kleinere Vereine Probleme geben, wenn die neue Saison möglicherweise erstmal mit Geisterspielen beginnt?

Lukas Meisner: Ich glaube, dass der ganzen Liga viel daran liegt, dass jeder Verein seinen Spielbetrieb fortsetzen kann. Ich denke schon, dass Corona, wie in allen anderen Branchen, Einfluss wie auch immer nehmen wird. medi Bayreuth ist auch von seinen Sponsoren abhängig, was die finanzielle Gesamtsituation angeht – da wird es wohl gewisse Einschnitte geben. Mit dem Basketball wird es aber weiter und wieder aufwärtsgehen, sobald wieder normal miteinander trainiert und Spiele ausgetragen werden können.

Interview: Mirko Strässer

Das komplette Interview lesen Sie in unserer Ausgabe am Sonntag, dem 24. Mai.