medi Bayreuth: Damit endet eine Ära

BAYREUTH. Nicht nur die Spielsaison für die HEROES OF TOMORROW ist vorbei, auch die Zeit für Raoul Korner bei medi Bayreuth. Sechs Spielzeiten war Raoul Korner der Headcoach. In der nächsten Saison allerdings wird das Team ohne den Cheftrainer auskommen müssen. Nach intensiven Gesprächen haben sich Verein und Trainer dazu entschieden, den Vertrag nicht zu verlängern.

Raoul Korner selbst ist traurig Bayreuth zu verlassen, freut sich aber auch auf neue sportliche Herausforderungen:

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“Sechs Jahre an einem Standort zu bleiben, ist für einen Coach im modernen Basketball nicht alltäglich, aber ich wurde in Bayreuth von Beginn an mit offenen Armen empfangen und so hat man es mir sehr leicht gemacht, mich sofort voll mit dem Standort zu identifizieren und über eine so lange Zeit alles dafür zu geben. Dementsprechend weiß ich diese gemeinsame Zeit extrem zu schätzen, die uns so viele unvergessliche Momente beschert hat und die ich um nichts in der Welt missen möchte. Die letzten Monate ist mir aber immer klarer geworden, dass ich nächste Saison eine neue sportliche Herausforderung und einen Tapetenwechsel dringend brauche, weshalb ich schon relativ früh mit der Vereinsführung diesbezüglich das Gespräch gesucht habe.    Ein riesengroßer Dank gilt meinen zahlreichen und teilweise langjährigen Weggefährten: jedem Spieler, Trainer, Betreuer, Mitarbeiter, Unterstützer und natürlich der Vereinsführung für die erwiesene Treue. Wir haben alle gemeinsam in den letzten sechs Jahren viele tolle Erfolge gefeiert und auch einige extrem schwierige Phasen zusammen gemeistert, worauf wir alle gemeinsam sehr stolz sein können. Last, but not least will ich mich bei den treuen Fans bedanken, die durch ihren bedingungslosen Support diesen Standort zu etwas ganz Besonderem machen. Bayreuth ist für mich über die Jahre zu einer zweiten Heimat geworden, wo ich Freundschaften fürs Leben geschlossen habe und wohin ich immer gerne zu Besuch zurückkommen werde“.

Auch Carl Steiner, Alleingesellschafter BBC Bayreuth Spielbetrieb GmbH, blickt mit Freude auf die Zusammenarbeit zurück: „Ich kann mich noch gut an Raouls Antrittsbesuch bei mir zuhause erinnern. Das begann alles nicht so ganz einfach. Wir sind zwei Typen, die sich ihren gegenseitigen Respekt erarbeiten wollen und mussten. Aber wie man sieht hat es letztlich dazu geführt, dass es umso langfristiger war und auch zum großen Teil erfolgreich. Raoul hat uns zu vielen Hochs geführt und ist auch durch manche Tiefs mit uns gegangen. Aber egal wie, es war immer menschlich und von besonders angenehmer Art. Dass sich nun beide Seiten auf eine Veränderung verständigt haben, ist nach sechs Jahren verständlich, es ist einfach mal für den Menschen Raoul Korner und für die Organisation medi bayreuth ein Tapetenwechsel notwendig. Ich danke Raoul für seine umfassende und intensive Arbeit hier in Bayreuth und bin persönlich stolz darauf, dass ich diese, im Sportbusiness vielen Jahre mit ihm zusammenarbeiten konnte. Für ihn persönlich und für seine weitere Laufbahn im Basketballgeschäft wünsche ich ihm alles Gute und weiter viel Erfolg. Wir werden das von Bayreuth aus auch weiter mitverfolgen.“

„Der Abschied von Raoul Korner aus Bayreuth bedeutet nicht nur eine Veränderung auf der Head Coach Position“, so Geschäftsführer von medi Bayreuth, Johannes Feuerpfeil, „Vielmehr endet eine Ära im Bayreuther Basketball. In diesem schnelllebigen Business ist es alles andere als selbstverständlich, dass ein Cheftrainer sechs Spielzeiten bei einem Club erfolgreich arbeitet. Dennoch sind wir nun an einem Punkt angekommen, an dem sich beide Parteien darauf verständigt haben, die gemeinsame Zusammenarbeit nicht weiter fortzuführen. In den vergangenen sechs Jahren haben wir gemeinsam mit Raoul nicht nur die erfolgreichste Zeit in der jüngeren Vergangenheit erlebt, sondern wohl auch die schwerste Zeit gemeinsam gemeistert. Es ist mit Sicherheit kein Geheimnis, dass wir uns die vergangenen beiden Spielzeiten alle anders vorgestellt haben. Wir wurden mit vielen Herausforderungen konfrontiert, welche so noch nie da gewesen waren. In dieser, für uns alle emotional nicht einfachen Zeit, haben wir dennoch stets zusammengehalten, sind positiv geblieben und haben aus der jeweiligen Situation das Beste gemacht. Schlussendlich bleibt mir nichts anderes übrig, als mich sowohl als Geschäftsführer als auch als Mensch Johannes Feuerpfeil bei Raoul für die tolle und intensive Zusammenarbeit in den letzten Jahren zu bedanken und ihm von ganzem Herzen nur das Allerbeste für seine sportliche und persönliche Zukunft zu wünschen. In Bayreuth wird Raoul immer ein willkommener Gast sein!“

jm