medi bayreuth: “…dann muss man das analysieren”

BAYREUTH. Am Sonntag gab es für medi bayreuth zwar den zweiten Testspielsieg der laufenden Vorbereitung, zufrieden war Coach Raoul Korner allerdings keineswegs. Gegen ersatzgeschwächte Frankfurter siegten die Oberfranken erst in der Verlängerung mit 92:88.

“In der ersten Halbzeit haben wir heute einfach schlecht gespielt, und zwar auf beiden Seiten des Feldes. Wir haben keinen Zugriff aufs Spiel bekommen und kopflos agiert. In der zweiten Halbzeit haben wir innerhalb von wenigen Minuten die Kurve bekommen, aber eben erst in der zweiten Hälfte. Diese fünf Minuten waren der Basketball, den ich mir auch vorstelle. Es waren eben nur diese fünf Minuten”, haderte Coach Korner und sagte klar: “Selbst am Ende hätte ich mir von meiner Mannschaft etwas mehr Souveränität gewünscht. Wir haben das Spiel zwar hier mit ein paar individuellen Plays umgebogen, aber Frankfurt war insgesamt gesehen die klar bessere Mannschaft und das, obwohl so viele ihrer BBL-Spieler nicht gespielt haben. Klar ist es positiv, das Spiel gewonnen zu haben. Wenn man gegen eine derartig ersatzgeschwächte Mannschaft jedoch eine Verlängerung braucht, dann muss man das analysieren – und genau das werden wir auch tun.”

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Bereits nach zehn Minuten lagen die Bayreuther in Frankfurt mit 15:24 zurück. Ins zweite Viertel startete medi eigentlich gut, aber dann schlichen sich wieder die Muster aus Abschnitt eins ein und zur Pause stand ein deutlichen 33:47 aus Sicht der Bayreuther auf der Anzeigetafel. Weder offensiv noch defensiv hatten die Gäste zu dieser Zeit irgendeinen Ryhthmus. Das änderte sich jedoch nach der Pause, als die Wagnerstädter hellwach mit einem 8:0-Lauf starteten und den Rückstand nach 30 Minuten auf 63:64 minimiert hatten.

Knapper Sieg nach Overtime

Im letzten Abschnitt waren die Bayreuther, bei denen Frank Bartley mit 25 Punkten am erfolgreichsten war, immer knapp in Führung, konnten sich jedoch nicht entscheidend absetzen. Und so musste nach einem 82:82 nach 40 Minuten die Verlängerung die Entscheidung bringen. Dort behielt medi mit 10:6 die Oberhand und siegte in Summe mit 92:88. “In der ersten Halbzeit haben wir unseren Rhythmus nie gefunden. Dann kam in der Pause eine klare Ansage und schließlich haben wir das umgesetzt, was uns eigentlich auszeichnet, nämlich die Aggressivität und die Cleverness bei der Exekution, fortan lief es besser”, so Philip Jalalpoor.

ms