Lokalnachrichten: Neues Leben in alten Mauern

UNTERNSCHREEZ. Auf dem Sophienberg liegt das Dorf Unternschreez. Besonders markant sind das markgräfliche Schloss Schreez und das 2003 aufgegebene Wirtshaus, welches um 1730 errichtet wurde.
Neben dem Wirtshaus befindet sich auch der Zugang zu einer Keller- und Stollenanlage. Die Geschichte des denkmalgeschützten Kellers reicht bis ins späte 14. Jahrhundert zurück.
Unter dem Namen „Stöckelkeller“ wollen die Bayreuther Melanie und Christoph Scholz einen Ort für Wohnen, Baukultur, regionales Handwerk und Gartengestaltung ins Leben rufen.

Die Bauherren werden gemeinsam mit Künstlern, Fotografen, Architekten und Handwerkern, unter dem Titel „Einsturzgefahr“, die alten Gemäuer als Kunst- und Kulturbaustelle entwickeln. Beispielsweise wird die Berliner Künstlerin Bettina Scholz die alte Wirtshausküche mit ihren Glasbildern in eine Kunstgalerie verwandeln.

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Der Bayreuther Redakteur und Fotograf Udo Meixner wird mit seinen Lost-Spaces-Fotografien den Schweinestall und den alten Schlachtraum bestücken.

Zusätzlich werden verschiedene, bereits abgeschlossene Sanierungsprojekte vorgestellt, um Bauherren, die sich in der Region für leerstehende Gebäuden interessieren, zu informieren. Kleine Gruppen werden mit Bauhelmen durch das Gebäude geführt. So können sich die Teilnehmer selbst ein Bild davon machen, wie sich der Fortschritt der Sanierung darstellt.

Der Außenbereich soll als Sommer-Lounge mit Bar und musikalischem Programm gestaltet werden. Der Erlös aus dem Verkauf von Speisen und Getränken, ebenso das Geld aus dem Verkauf des Stöckelkeller-Bierkrugs aus der Kronacher Keramikwerkstatt Schäuble soll die allgemeine Sanierung und speziell auch der Sandsteinstufen des denkmalgeschützten Kellers finanziell unterstützen.

„Wir haben vor einem Jahr die seit 2003 leerstehende Dorfwirtschaft erworben. Unter dem Namen ‚Stöckelkeller‘ wollen wir hier einen Ort für Wohnen, Baukultur, regionales Handwerk und Gartengestaltung entwickeln“, so Christoph Scholz. „Wir wollen so dazu anregen, dass mehr Menschen das Interesse bekommen, leerstehende ortsbildprägende Gebäude zu sanieren und sich um diese zu kümmern, um sie vor dem Verfall zu bewahren.“

jm