Lokalnachrichten in Bayreuth: Öffentliche Räume neu denken

BAYREUTH. „Der öffentliche Raum ist die Essenz von Urbanität“ und „Verkehrsraum ist öffentlicher Raum“ – das sind zwei der Thesen, mit denen der international renommierte Architekt Stefan Bendiks öffentliche Räume in Innenstädten, Quartieren aber auch an Verkehrstrassen für Fußgänger/innen und Radfahrer/innen neu denkt und innovativ gestaltet. Bendiks wird am Donnerstag, 7. April, ab 18.30 Uhr, im Evangelischen Zentrum (Richard-Wagner-Straße 24) einen Vortrag zum Thema „Öffentliche Räume neu denken“ halten.

Wie können die Aufenthaltsqualität urbaner Räume nachhaltig verbessert und das Wohnumfeld noch lebenswerter gemacht werden? Wie lassen sich die Bedingungen für Fußgänger/innen und den Radverkehr im Stadtzentrum weiter optimieren? Welchen Beitrag können mehr Stadtgrün und Wasser in „steinernen“ Innenstadtlagen für den Klimaschutz und die Klimafolgenanpassung leisten? Diese Fragen beschäftigen die Stadtplanung vielerorts und so auch in Bayreuth. Ein wichtiger Schlüssel zur Antwort auf die Fragen liegt in der Nutzungsverteilung, der Ordnung und Gestaltung des öffentlichen Raums. Dieser ist in unseren Städten bisher zu einem großen Teil vom Verkehr – fahrend wie auch ruhend – geprägt. Mehr und mehr sind heute kreative Ansätze gefragt, wie Verkehrsräume zu Orten für alle Verkehrsteilnehmer/innen, zu anziehenden und interessanten Verweil-, Begegnungs- und Einkaufsräumen und gleichzeitig attraktiven Wohnumgebungen werden können. Neue Perspektiven und Anregungen dazu präsentiert Bendiks in seinem Vortrag „Öffentliche Räume neu denken“. Anhand konkreter Beispiele will er Lust auf die Neugestaltung von Straßen und Plätzen machen.

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Ideen für Bayreuth

Als Mitgründer und Direktor des Brüsseler Forschungs- und Designbüros „Artgineering“ zeichnet Bendiks für innovative Planungen für qualitativ hochwertige öffentliche Räume sowie für richtungsweisende Beratungen von Kommunen und Regionen, zum Beispiel zu innovativen Fahrradinfrastrukturen in Benelux, verantwortlich. Im Vortrag wird er besonders darauf eingehen, wie vom Verkehr dominierte Räume in öffentliche Räume mit urbaner Qualität umgestaltet werden können, die Platz für alle Nutzer/innen der Stadt bieten. Im Anschluss an den Vortrag besteht die Möglichkeit, gemeinsam darüber in den Austausch zu kommen, was lebenswerte Straßen und Plätze ausmacht und wo in Bayreuth ganz konkrete Ansatzpunkte für eine Umgestaltung des öffentlichen Raums bestehen.

Der Vortragsabend wird im Rahmen des Sonderfonds „Innenstädte beleben“ des Bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr gefördert.

Hintergrundinformationen zum Sonderfonds „Innenstädte beleben“

Um den Folgen der Covid-19-Pandemie für die Stadtzentren und Ortskerne entgegenzuwirken, hat das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr 2021 den Sonderfonds „Innenstädte beleben“ aufgelegt. Die Stadt Bayreuth erhält in diesem Rahmen Finanzhilfen in Höhe von 1,576 Millionen Euro. Gefördert wird damit unter anderem die ganzheitliche Fortschreibung des städtebaulichen Konzepts für die Dammallee. Der Vortrag von Stefan Bendiks bildet den öffentlichen Auftakt für die Entwicklung dieses Konzepts, die unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger im Sommer nach einer umfangreichen Bestandsaufnahme weitergeführt wird.

red