Lokalnachrichten in Bayreuth: Oberfränkische Wort 2021 steht fest

BAYREUTH. Das oberfränkische Wort des Jahres 2021 steht seit gestern Mittag fest: „Erpfl“.

Bezirkstagspräsident Henry Schramm (CSU) hat sich für die Bekanntgabe mit dem Sternekoch Alexander Herrmann zusammen getan: Er kreierte mit ihm ein gewöhnliches Kartoffelpüree und beide stellten in Herrmanns Fernsehküche die verschiedenen Kartoffelsorten vor.


Das diesjährige oberfränkische Wort des Jahres fällt in eine ganz andere Kategorie fällt als die bisherigen Wörter wie „Wischkästla“, „A weng weng“, „Urigeln“, „Derschwitzen“, „Sternlaschmeißer“ oder „Fregger“. Der „Erpfl“ spiegelt nicht nur den oberfränkischen Dialekt wieder, sondern stellt auch die Verbindung zur Genussregion Oberfranken her.

„Erpfl ist die in weiten Teilen Oberfrankens und damit auch nördlich des Mains in den Landkreisen Kronach, Kulmbach und Hof sowie im südwestlichen Landkreis Bamberg übliche Aussprache für den Erdapfel. Aufgrund der Abschwächung der unbetonten Nebensilben sind das „a“ und das „e“ aus Apfel geschwunden und aus dem ehemaligen Dreisilber Erd-ap-fel wurde der Einsilber Erpfl. Erdapfel, kurz Erpfl, ist ein wie auch das Wischkästla – fränkisch für Smart-Phone – ein Paradebeispiel dafür, dass Menschen vorhandene sprachliche Mittel nutzen, um neue Gegenstände zu benennen. Für die im 16. Jahrhundert über England und Spanien eingeführte Frucht nahm man heimisches Obst  – also den Apfel – als Vorbild und fügte den Ort, an dem die Frucht wächst, die Erde  hinzu”, so Alexander Herrmann.

„Do wärrn Erpfl gemachd oder die Bauern grom Erpfl. Es ist ein schönes oberfränkisches Wort”, erklärt Henry Schramm.

red