Lokalnachrichten in Bayreuth: Hohes Leistungsniveau bei Rotkreuzübung

BAYREUTH. Äußerst zufrieden zeigten sich die Führungskräfte der Bereitschaften des Kreisverbands Bayreuth des Bayerischen Roten Kreuzes, an der Spitze Kreisbereitschaftsleiter Richard Knorr, nach Abschluss der heutigen Einsatzübung.
Nach über zwei Jahren Zwangspause durch Corona konnten die Kameradinnen und Kameraden aus dem Ehrenamt endlich wieder einmal ihre große Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen.

Um 09 Uhr löste die Integrierte Leitstelle Bayreuth/Kulmbach planmäßig Übungs-Vollalarm für die Bereitschaften des Kreisverbandes aus. 130 Einsatzkräfte kamen zu den Parkplätzen der großen Einkaufsmärkte an der Spinnereistraße in Bayreuth.
Übungsszenario war, dass es in einem Gebäude zu einer Explosion im Rahmen eines Unglücks gekommen war. Insgesamt wurden über 30 Personen, teilweise schwer, verletzt. Diese Personen mussten fiktiv durch Kräfte der Feuerwehr nach Wiederherstellung der Begehbarkeit des Gebäudes geborgen werden und wurden an den mittlerweile eingetroffenen Rettungsdienst übergeben. Hier begann die eigentliche Übung für die Frauen und Männer des Roten Kreuzes.
In der Zwischenzeit hatten die eingetroffenen Kräfte des BRK Bayreuth Behandlungsplätze aufgebaut, in denen ebenfalls alarmierte Notärztinnen und Notärzte unterstützt von Angehörigen der Schnelleinsatzgruppen Behandlung des BRK, der Malteser aus Waischenfeld und des SKS aus Bayreuth die Patientinnen und Patienten nach Verletzungsschwere sichteten und eine erste notfallmäßige Behandlung durchgeführten.


Anschließend wurden die Verletzten durch Rettungs- und Krankenwagen in ein fiktives Krankenhaus transportiert. Im Ernstfall würde hier die Integrierte Leitstelle Bayreuth Kulmbach, die ebenfalls der Bayreuther Kreisverband des BRK betreibt, die Kommunikation mit den Krankenhäusern und die Zuweisung der einzelnen Verletzten an die Krankenhäuser übernehmen.

Ebenfalls aufgebaut wurde ein Betreuungsplatz für Nicht-Verletzte oder unbeteiligte Dritte, die aufgrund der Schwere des Unglücks Hilfe brauchten. Hier würden im Ernstfall Angehörige von Verletzten oder unbeteiligte, aber traumatisierte Dritte durch Angehörige der SEG Betreuung betreut.

Hierzu wurde auch das Team der psychosozialen Notfallbetreuung des BRK alarmiert, dessen Aufgabe es ist, Betroffene im Bereich der Unfallstelle zu betreuen, aber auch die Nachbetreuung von möglich-erweise traumatisierten Rettungskräften vorzunehmen. Die Retterer leben im Einsatz oft schwierige Situationen, müssen diese verkraften und verarbeiten und dürfen damit nicht allein gelassen werden.

Bei einem Einsatz dieser Größe und der Einsatzdauer wurde auch die Unterstützungsgruppe der Sanitätseinsatzleitung zusammen mit dem Organisatorischen Leiter und einer Leitenden Notärztin alarmiert, die die Gesamtleitung des Sanitätseinsatzes inne hatten.

Ein mehrere Stunden dauernder Einsatz ist für die Kameradinnen und Kameraden des Roten Kreuzes und anderer Rettungskräfte auch körperlich anstrengend. Wichtig ist daher auch die praktische Betreuung der Rettungskräfte, für die die SEG Verpflegung nach Übungsende einen schmackhaften Eintopf kochte.

Eine wichtige, erfolgreiche und gelungene Übung der Bereitschaften des BRK Kreisverbandes Bayreuth, bei der die eingesetzten Kräfte ihr hohes Leistungsniveau unter Beweis stellen konnten, so der Vorsitzende des Kreisverbandes, Peter Maisel.

red