Lokalnachrichten in Bayreuth: Definitiv kein Innenstadt-Fahrradverbot

BAYREUTH. Fahrradfahrer vs. Fußgänger – ein leidiges Thema, das für reichlich Diskussionen sorgt. Auch in der Bayreuther Innenstadt kommt es immer wieder zu Beinah-Zusammenstößen.

Das ist dem Zweiten Bürgermeister Andy Zippel bekannt: „Hier kommt es auf gegenseitige Rücksichtnahme an. Sowohl Fahrradfahrer, als auch Fußgänger, müssen akzeptieren, dass es Strecken gibt, die sich die Verkehrsteilnehmer teilen müssen, wie beispielsweise die Innenstadt.“


In Bayreuth muss allerdings noch viel geschehen, was Fahrradwege und allgemein das sichere Teilnehmen am Straßenverkehr mit einem Fahrrad angeht. „Die Mittel wurden in den letzten zwei Jahren verstärkt, sogar mehr als verdoppelt“, erklärt Andi Zippel. „Wir haben personelle Verstärkung erhalten, um tiefer in die Planung und Strategie einzutauchen. Auch aus dem Tiefbauamt haben wir Unterstützung, um letztendlich alles umsetzen zu können“.

Es gibt ein Radentscheid Sofortprogramm, dieses umfasst beispielsweise den Abbau von Umlaufsperren und Pfosten, die Barrieren darstellen. Die Projektvorbereitungen des Radentscheids nehmen viel Zeit in Anspruch, wie zum Beispiel das Sichten von ungünstigen Bordsteinkanten oder vor allem das Umgestalten der Straßen. „Beispielsweise geht es dabei um die Bismarckstraße, Erlanger Straße oder auch Casselmannstraße bis hin zur Spinnerei. Weitere Straßenabschnitte sollen 2022 folgen. Parallel dazu sind wir mit Neumarkierungsarbeiten an Kreuzungen und kritischen Stellen beschäftigt. Wir arbeiten eng mit der Uni zusammen, der ausgebaute Uni-Highway dient als Vorbild“, so der Zweite Bürgermeister. Zudem soll die Qualität für die Fahrradfahrer verbessert werden, indem neue Fahrradabstellplätze und ein Winterradprogramm konzeptioniert werden.

„Ein weiteres Projekt ist eine Öffentlichkeitskampagne, in der es explizit um die gegenseitige Rücksicht aller Verkehrsteilnehmer gehen wird. Hier soll der Fokus auf der Innenstadt Bayreuth liegen. Radfahrer sind ganz klar in der Fußgängerzone willkommen. Aber wichtig ist, dass diese Rücksicht auf die Fußgänger nehmen. Das bedeutet Schrittgeschwindigkeit. Auch mit einem E-Bike“, so Andy Zippel.

jm