Lokalnachrichten in Bayreuth: Bundestagswahl – Drei Fragen an die Kandidaten

BAYREUTH. Am heutigen Sonntag, 26. September, findet die Wahl zum 20. Deutschen Bundestag statt. Von 8 bis 18 Uhr darf gewählt werden. Bayreuth ist in 41 allgemeine Wahl-bezirke eingeteilt. Hinzu kommen weitere 31 Briefwahlbezirke. In den Wahlbenachrichtigungen sind der Wahlbezirk und der Wahlraum angegeben, in dem die Wahlberechtigten wählen können. Die Bayreuther haben die Wahl zwischen zehn Direktkandidaten. Wir haben bei unserer Umfrage diejenigen Parteien berücksichtigt, die bereits im Bundestag vertreten sind. In dieser Ausgabe starten wir in die Runde 3 mit unseren Fragen:

  1. Was war die schwierigste Entscheidung, die Sie in Ihrem Berufsleben fällen mussten?
  2. In welchem Umfeld arbeiten Sie am besten, am effektivsten?
  3. Welches politische Amt würden Sie besetzen, wenn Sie frei wählen könnten?

 

CSU: Dr. Silke Launert, MdB: 


1. Die Genehmigung des Abbruchs lebenserhaltender Maßnahmen im Rahmen meiner Tätigkeit als Betreuungsrichterin.

2. Am effektivsten arbeite ich bei mir Zuhause.

3. Wenn ich frei wählen könnte: Das Amt der Finanzministerin.

 

FDP: Thomas Hacker, MdB: 

1. Die zum Beginn der Corona-Pandemie, in großer Sorge um die Gesundheit der Menschen und die Weiterentwicklung der Pandemie. Dank der Impfung können wir optimistischer in die Zukunft gehen.

2. Ideal wären für mich zwei bis drei Stunden am Tag ohne Telefon oder andere „moderne“ Kommunikationsforen, in denen ich mich wirklich auf ein Thema konzentrieren kann. Leider sieht die moderne Arbeitswelt anders aus. So hetzen wir durch den Arbeitstag.

3. Sehr dankbar bin ich, wenn die Wähler mich für weitere vier Jahre in den Bundestag schicken. Auch das Amt des OBs in Bayreuth hätte ich gerne ausgeführt.

 

SPD: Anette Kramme, MdB:

1. Die Zustimmung zum ursprünglichen Bundeswehreinsatz in Afghanistan fiel mir sehr schwer. Letztlich ist der Einsatz gescheitert, aber wir haben der Region lange Stabilität beschert, was v.a. Kindern und Frauen zugute kam.

2. Ein gutes Team ist wichtig. Ich arbeite nicht gerne alleine. Und ich liebe Action und kann mich auch noch konzentrieren, wenn neben mir ein Presslufthammer läuft.

3. Ich würde Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Arbeit und Soziales bleiben wollen. Diese Aufgabe macht mir nicht nur Spaß, mir liegt es am Herzen, für gute und faire Arbeitsbedingungen zu kämpfen.

 

AfD: Tobias Peterka, MdB: 

1. Die schwersten Entscheidungen sind immer die, bei denen man zu seiner Überzeugung steht, auch wenn es Nachteile für einen selber hat. Beruflich hatte es auch konkret für mich Auswirkungen, bei der AfD aktiv zu sein.

2. Ich arbeite sehr gut am Schreibtisch allein in aller Ruhe, aber wenn Not am Mann ist, kremple ich auch einmal die Ärmel hoch. Sowohl rhetorisch als auch vor Ort.

3. Es kommt natürlich auf die Umstände an, welches politische Amt ich besetzen möchte. Aber das des Justizministers (BMJV) wäre besonders interessant für mich.

 

Die GRÜNEN: Susanne Bauer: 

1. In meiner Arbeit mit Menschen mit psychischen Erkrankungen und/oder Sucht gab es immer mal Krisen, in denen abzuwägen war, welche Hilfen akut nötig sind, um größeren Schaden abzuwenden – Beziehungsarbeit war hilfreich.

2. Im Team. Gemeinsam formulierte Ziele, gute Aufgabenverteilung und ein Team, das sich gegenseitig befeuert und unterstützt: dann sind Ressourcen da, auch wenn es stressig wird.

3. Ich wäre gern Teil des sozialpolitischen Arbeitskreises der Fraktion. Hier gibt es Handlungsbedarf: Pflege, Hartz IV & Grundsicherung, Rente & Altersarmut, Inklusion & Teilhabe, Kinderrechte, Frauen, Drogen, …

 

Die LINKE: Sven Schröder: 

1. Die schwerste Entscheidung war es bisher tatsächlich eigenmächtig, aufgrund fehlerhafter Teile, die komplette Produktion von zwei Abteilungen stillzulegen. Die Qualitätssicherung gab mir im Nachhinein recht.

2. Im Berufsleben bevorzuge ich persönlich die Nachtschicht. Dies aufgrund der Tatsache, hier zügig und ohne Druck, bestenfalls mit etwas Musik, anfallendes abarbeiten zu können.

3. Am ehesten würde ich mich als Abgeordneter im Ausschuss für Arbeit und Soziales sehen. Dort lassen sich meiner Meinung nach die Belange der arbeitnehmenden Bevölkerung am besten direkt vertreten.

 

red