Veröffentlicht am 31.07.2022 14:00
Veröffentlicht am 31.07.2022 14:00

Lokalnachrichten in Bayreuth: Bella macht die Arbeit schöner

Lokalnachrichten in Bayreuth: Bella macht die Arbeit schöner (Foto: Jessica Mohr)
Lokalnachrichten in Bayreuth: Bella macht die Arbeit schöner (Foto: Jessica Mohr)
Lokalnachrichten in Bayreuth: Bella macht die Arbeit schöner (Foto: Jessica Mohr)
Lokalnachrichten in Bayreuth: Bella macht die Arbeit schöner (Foto: Jessica Mohr)
Lokalnachrichten in Bayreuth: Bella macht die Arbeit schöner (Foto: Jessica Mohr)

BAYREUTH.

Viele hitzige Diskussionen, eine Rettungskampagne und am Ende doch die Schließung: So lässt sich das Hin und Her um die Hotel- und Berufsfachschule für Hotelmanagement in Pegnitz beschreiben. Die Schule hat seit Jahren zu wenige Schüler und kostet den Landkreis so jährlich um die 500.000 Euro. Innerhalb der letzten zehn Jahre sind die Schülerzahlen um knapp 80 Prozent zurückgegangen. Auch für dieses Jahr hatten sich lediglich 35 Schüler angemeldet. In guten Zeiten der Schule seien fast 200 Anmeldungen pro Jahr eingegangen. Der Job in der Gastronomie ist für viele Menschen in den letzten Jahren immer unattraktiver geworden: schwere Teller, lange Laufwege, teils Schichten bis spät in die Nacht. Auch Thomas Wenk, Geschäftsführer des Liebesbiers, kennt das Problem: „Es ist schwierig, junge Menschen für den Beruf zu begeistern. Aus diesem Grund sind wir immer auf der Suche nach Ideen, unseren Mitarbeitern den Job zu erleichtern. Auch wir haben unsere Auszubildenden nach Pegnitz geschickt. Die Hotelfachschule eignete sich hervorragend, um als Auszubildender herauszufinden, in welche Richtung die Karriere gehen soll. Man konnte dort auch andere Bereiche der Hotellerie und Gastronomie kennenlernen.“ Um Mitarbeiter zu entlasten, geht das Liebesbier nun neue Wege: Bella. Der neue Service-Roboter übernimmt die unattraktiven Aufgaben. „Wir haben viele sechs bis acht Personen Tische, wo unsere Servicekräfte mindestens dreimal zurück in die Küche laufen müssen, um alle heißen Teller zum Tisch zu bringen. Da kommt Bella zum Einsatz: Sie bringt alle Bestellungen für den Tisch zusammen. Plus das Tragen der schweren Teller und die lange Strecke aus der Küche entfällt für die Servicekraft. Programmiert ist der Roboter so, dass er mit der Servicekraft zeitgleich am richtigen Tisch ankommt. Unser Personal serviert das Essen fachmännisch und hat so mehr Zeit für unsere Gäste. Kein Gast muss sich das Essen selber nehmen.

Der Service bleibt bestehen“, so Thomas Wenk. Roboter statt Hotelfachschule und gut ausgebildete Fachkräfte im Service? „Nein, so ist es überhaupt nicht geplant“, erklärt Thomas Wenk. „Als wir Bella der Öffentlichkeit vorgestellt haben, wurden viele Stimmen laut, dass Personal abgebaut wird und nur noch Roboter das Essen servieren. Wir setzen weiterhin auf zuverlässige Mitarbeiter. Bella soll lediglich die Arbeit erleichtern. Für uns ist es wichtig, Jobs in der Gastronomie wieder attraktiver zu machen. Wir entwickeln uns weiter und wollen das Beste für unsere Mitarbeiter.“


Von Jessica Mohr
jm
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